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v.l.: Anton Hakaj, Kundenberater der Kreissparkasse im Firmenkundencenter Starnberg, Nadine Patheiger und Marcus Schaft

v.l.: Anton Hakaj, Kundenberater der Kreissparkasse im Firmenkundencenter Starnberg, Nadine Patheiger und Marcus Schaft

Rubrik: Menschen
04.11.2019
Rubrik: Menschen
04.11.2019
Bäume und Wälder „entsorgen“ unsere CO2-Emissionen. Es reicht also nicht, Emissionen zu reduzieren – wir müssen auch die grüne Lunge erhalten. Denn ein Gehölz ist eine natürliche „Fabrik“ – aus Kohlendioxid (CO2), Wasser und Sonnenlicht wird Holz. Als „Abfallprodukt“ dieses als Fotosynthese bekannten Prozesses wird Sauerstoff freigesetzt, den Lebewesen zum Atmen brauchen. Ein perfekter Kreislauf. Die Fähigkeit, Kohlendioxid „einzuatmen“ und in Kohlenstoff (C) in Form von Holz zu binden, macht Gehölze zu biologischen Emissionsminderungsanlagen – und den Kohlenstoff in Zeiten des Klimawandels so wertvoll. Deshalb haben wir Menschen im Kampf gegen den Klimawandel die Aufgabe, zum einen nachhaltig zu wirtschaften, zum anderen aber auch die natürliche Klimaregenerationsfähigkeit unseres Planeten zu steigern.

Kohlendioxid (CO2) ist schädlich, Kohlenstoff (C) ist wertvoll

Was wertvoll ist, gehört geschützt – und bewirtschaftet. Die Treevolution aus Herrsching hat die Grundlage dafür gelegt, dass die Kohlenstoff-Bewirtschaftung von Gehölz- und Waldbeständen weltweit zu einem Geschäftsmodell werden kann. Das Unternehmen hat dazu die nationalen Baumkontrollrichtlinien einbezogen und eine eigene, wissenschaftlich anerkannte Zustands- und Gefährdungsbeurteilung entwickelt, inklusive Erfassungs-App und Cloud-Datenbank. Damit können Einzelgehölze und Gehölzbestände jeglicher Ausprägung erfasst, kontrolliert, rechtssicher verwaltet, als Wertgegenstände bilanziert und für Klimaschutzzwecke wirtschaftlich nutzbar gemacht werden.

„Wir haben bei Treevolution unterschiedliche Kontroll- und Inventurvorgaben vereinigt und ein neues Wirtschaftssystem entwickelt, mit dem die natürliche Klimaregenerationsfähigkeit durch Kreislaufbewirtschaftung von Kohlenstoff (C) nachhaltig gesteigert wird“, sagt Marcus Schaft, Chief Visionary Officer und Gründer der treevolution.de GmbH. „Wir optimieren so die rechtssichere Verwaltung der grünen Infrastruktur und machen die Kohlenstoffproduktion von Gehölzen und Wäldern wirtschaftlich nutzbar.“

„We change climate change“

Allein in Deutschland gibt es etwa 90 Milliarden (!) Bäume – in Wäldern und Parks, auf Plätzen oder entlang von Straßen. „Für Bäume im Verkehrsraum gibt es einige parallel bestehende Baumkontroll- und diverse Erfassungsmethoden“, sagt Marcus Schaft. „Wir haben all diese Methoden vereinheitlicht, optimiert und ein zugehöriges Cloud-Kataster entwickelt, in das auch Daten von bestehenden Baumkatastern und Waldinventurdaten überführt werden können. So kann Deutschland im Rahmen der Vereinbarungen des Pariser Klimaschutzabkommens Erfolge bei der Reduzierung von CO2-Emissionen in Zukunft ganz präzise berichten.“
Als Pionier im Bereich der Kohlenstoffbewirtschaftung von holzbildender Vegetation hat Treevolution auf Einladung der Bundesregierung auch an der Aufstellung des deutschen Klimaschutzplanes 2050 mitgewirkt.

„Ein faszinierendes Geschäftsmodell“, sagt Anton Hakaj, Kundenberater der Kreissparkasse im Firmenkundencenter Starnberg. „Treevolution sorgt für sichere Bäume und ist beim Megathema Klimaschutz in vorderster Linie dabei – mit größter Fachexpertise und Leidenschaft. Wir begleiten das Unternehmen in seinem Wachstum.“ Das Treevolution-Team ist für Bund, Länder, Städte und Gemeinden sowie für die Privatwirtschaft in ganz Deutschland tätig und hat bereits 26 feste und mehr als zehn freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vor allem Gartenbau- und Forstingenieure, Umweltwissenschaftler und Programmierer. Im September haben fünf neue Teammitglieder angefangen. „Die Kreissparkasse ist immer mit an Bord“, sagt Marcus Schaft, „nur mit ihr können wir die finanziellen Herausforderungen stemmen, die mit dem außerordentlichen Wachstum einhergehen.“

Große Nachfrage

„Das ist gerade intensive Aufbauarbeit“, sagt Nadine Patheiger, geschäftsführende Gesellschafterin von Treevolution, die als IT-erfahrene Betriebswirtschaftlerin das operative Geschäft managt. „Wir haben Aufträge von Kommunen, privaten und institutionellen Baum- und Waldeigentümern zum Teil bis 2024 und das, ohne selbst Werbung zu machen. Diese Situation ist zwar beruhigend, aber wir wollen diese Nachfrage natürlich professionell erfüllen.“

Forschungs- und Entwicklungspartner von Treevolution sind die European Space Agency (ESA), das Centrum für Satellitennavigation Hessen (CESAH), die Telespazio VEGA Deutschland, die Fraunhofer-Institute IGD und UMSICHT sowie die Universität Kassel und die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. „Diese Partner stärken uns bei der Herkulesaufgabe, Gehölz- und Walddaten im Zuge der regelmäßigen Baumkontrollen gemäß § 823 BGB zu erfassen, den Kohlenstoff zu bilanzieren und wirtschaftlich zu erschließen“, sagt Marcus Schaft, „die aufeinander aufbauende Systematik ermöglicht unseren Kunden den schrittweisen Einstieg in die Kohlenstoffbewirtschaftung. Diese ist sogar weltweit einheitlich umsetzbar und ermöglicht vielfältige neuartige Geschäftsmodelle, um Baumbestände zu erhalten und wieder zu etablieren – denn von der Klimaregenerationsfähigkeit der Natur hängt unsere Zukunft ab.“

So sorgt die treevolution.de GmbH mit hoher Effizienz für die Sicherheit der grünen Infrastruktur und beginnt gleichzeitig mit der aktiven Umkehr des Klimawandels. Nicht mehr und nicht weniger.

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