Corona-Krise: Was Arbeitnehmer jetzt wissen sollten
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Eine in vielerlei Hinsicht einzigartige Rezession
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Flut schlechter Daten

Kolumne von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank - dem Wertpapierhaus der Sparkassen -
zu aktuellen Wirtschaftsthemen
Rubrik: Finanzen
05.04.2020
Kolumne von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank - dem Wertpapierhaus der Sparkassen - zu aktuellen Wirtschaftsthemen
Rubrik: Finanzen
05.04.2020
Zu den Besonderheiten der gegenwärtigen tiefen Corona-Rezession gehört, dass sie erkannt worden war, noch bevor die Wirtschaftsdaten überhaupt etwas anzeigten. Da sich ökonomische Zahlen immer auf einen Zeitraum beziehen, der einen bis drei Monate zurückliegt, laufen jetzt erst die ersten Daten ein, die den Zeitraum der Pandemie abdecken. Diese rauschen zwar in historischem Ausmaß nach unten, etwa die Arbeitsplatzverluste in den USA, die in die Millionen gehen sollten, oder die Stimmungswerte in der Industrie, die teilweise historische Tiefstände erreichen. An den Aktienmärkten war das alles jedoch schon erwartet worden, daher gab es kaum noch weitere Kursreaktionen. An den Finanzmärkten liegt das Augenmerk insbesondere darauf, ob genügend finanzielle Mittel aus den staatlichen Programmen bereitgestellt werden können, um Unternehmenspleiten zu verhindern.

Warten auf Besserungssignale

Mit schlechten Zahlen wird es noch eine Weile lang weitergehen. Auch in der kommenden Woche werden Umfrageergebnisse die gedrückte Stimmung an den Finanzmärkten bestätigen. In Deutschland wird die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Da sich diese Daten jedoch erst auf den Februar beziehen, dürfte hier der Corona-Effekt immer noch nicht sichtbar sein. Zur Diagnose der gegenwärtigen Lage sind sogenannte Echtzeitdaten, also etwa Verkehrsbewegungen oder Energieverbrauch wesentlich hilfreicher. Sie werden auch als erstes wieder nach oben zeigen, wenn ab Mai, wie es gegenwärtig wahrscheinlich ist, die Produktion in Europa allmählich wieder angefahren wird.
Zu den Besonderheiten der gegenwärtigen tiefen Corona-Rezession gehört, dass sie erkannt worden war, noch bevor die Wirtschaftsdaten überhaupt etwas anzeigten. Da sich ökonomische Zahlen immer auf einen Zeitraum beziehen, der einen bis drei Monate zurückliegt, laufen jetzt erst die ersten Daten ein, die den Zeitraum der Pandemie abdecken. Diese rauschen zwar in historischem Ausmaß nach unten, etwa die Arbeitsplatzverluste in den USA, die in die Millionen gehen sollten, oder die Stimmungswerte in der Industrie, die teilweise historische Tiefstände erreichen. An den Aktienmärkten war das alles jedoch schon erwartet worden, daher gab es kaum noch weitere Kursreaktionen. An den Finanzmärkten liegt das Augenmerk insbesondere darauf, ob genügend finanzielle Mittel aus den staatlichen Programmen bereitgestellt werden können, um Unternehmenspleiten zu verhindern.

Warten auf Besserungssignale

Mit schlechten Zahlen wird es noch eine Weile lang weitergehen. Auch in der kommenden Woche werden Umfrageergebnisse die gedrückte Stimmung an den Finanzmärkten bestätigen. In Deutschland wird die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Da sich diese Daten jedoch erst auf den Februar beziehen, dürfte hier der Corona-Effekt immer noch nicht sichtbar sein. Zur Diagnose der gegenwärtigen Lage sind sogenannte Echtzeitdaten, also etwa Verkehrsbewegungen oder Energieverbrauch wesentlich hilfreicher. Sie werden auch als erstes wieder nach oben zeigen, wenn ab Mai, wie es gegenwärtig wahrscheinlich ist, die Produktion in Europa allmählich wieder angefahren wird.

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