Foto: Christian Riedel

Baseball ist ein Sport, der nicht nur Teams bildet, sondern Menschen vereint. In der Kinderserie „Die Bären sind los!“ wächst ein herrlich chaotischer Haufen liebenswerter Außenseiter unter den Fittichen eines griesgrämigen, bierliebenden Trainers zu einem echten Baseball-Team zusammen und zeigt allen mit viel Herz, dass man auch als Underdog die Welt erobern kann! Die deutsche Erstausstrahlung der US-Produktion löste in den 1980er Jahren einen regelrechten Baseball-Boom und einen Ansturm auf Baseball-Vereine in Deutschland aus.

Die Haarer Disciples gab es damals noch nicht, aber wenn man Rafael Stegen von den Disciples fragt, was aus seiner Sicht den Baseball-Sport ausmacht, dann spürt man sofort die Leidenschaft und Freude, die auch die Serie transportiert hat: „Wenn man sich mit dem Sport beschäftigt und sich darauf einlässt, erlebt man eine faszinierende Sportwelt, die anders ist als die, die wir – zumindest in Deutschland – alltäglich präsentiert bekommen: mehr Werte, mehr Miteinander, mehr Vorbild.“

Ein Grund dafür mag sein, dass das Spiel im Ursprung aus Nordamerika kommt, wo das Thema „community-building“ von jeher stark mit Sport verbunden ist.

Die Mischung im Team macht stark – besonders im Baseball

Ganz sicher entscheidend ist, dass Baseball eine Mischung aus Individual- und Mannschaftssport ist, aber ohne den Teamgeist läuft gar nichts. In dem Moment, wenn sich der Pitcher (der Werfer) des einen Teams und der Schläger des anderen Teams gegenüberstehen, ist es ein Duell – sobald aber der Ball geschlagen wurde und in der Luft ist, ist die ganze Mannschaft gefordert.

„Außerdem findet in diesem Sport wirklich jede und jeder seine Rolle“, sagt Stegen. „Der oder die eine kann besser rennen, werfen, fangen oder schlagen. Und für Kinder gibt es koordinativ kaum etwas Besseres – zumal man ja mit seiner vermeintlich falschen Hand fangen muss.“

„Baseball ist meine Leidenschaft, weil es eine anspruchsvolle Sportart ist, die sich von den typischen Sportarten in Deutschland abhebt. Jeder muss individuell seine Leistung bringen, aber am Ende zählt der Teamgeist für den Erfolg. Die älteren Spieler sind meine Vorbilder, und genau das motiviert mich, jeden Tag hart zu trainieren und besser zu werden“, erzählt Leo Pitsch aus der Jugendmannschaft U15. Und sein Teamkollege Carlos Garcia ergänzt: „Ich find‘s außerdem ziemlich gut, dass wir Jugendliche und Kinder aus so vielen verschiedenen Ländern in der Mannschaft haben. Das ist richtig spannend und man übt auch noch ein bisschen Englisch, weil wir teilweise während des Trainings Englisch sprechen.“

Und was ist denn eigentlich Softball?

Foto: Olaf Holdorf

Baseball und Softball meinen den gleichen Sport – der Unterschied liegt in wenigen Details. Softball ist quasi eine Spielvariante. Sie wird vorwiegend, aber nicht ausschließlich von den Damen sowie Freizeitteams gespielt.

Der Ball ist allerdings keinesfalls softer, er ist genauso steinhart wie der Baseball, aber etwas größer, während das Spielfeld etwas kleiner ist.

Die Disciples gibt es übrigens schon seit über 35 Jahren. 1990 gründete eine Gruppe junger Männer den Verein, die den Sport aus Amerika mitgebracht hatte und sich oft sonntags zum Spiel traf, nachdem sie vorher als Messdiener beim Gottesdienst tätig gewesen waren. Daher stammt auch der Name „Disciples“, was übersetzt „Die Jünger“ bedeutet und im Vergleich zu vielen anderen Namen amerikanischer Sport-Teams wie Indians, Bulls oder Grizzlies ziemlich einzigartig ist.

Der Verein tut viel, um sich selbst, aber vor allem auch den Sport an sich voranzubringen. Bei Angeboten wie dem Baseball-Camp der Disciples haben Kinder von 6 bis 12 Jahren die Möglichkeit, Baseball einfach mal auszuprobieren und zu erleben – spielerisch und völlig ohne Druck. Das Angebot kommt gut an. In diesem Jahr wurde sogar extra die Altersgrenze nach unten erweitert.

„Das Otom’s Camp macht so richtig viel Spaß, da man verschiedene Übungen mit unterschiedlichen Trainern intensiv üben kann und im Spiel direkt Verbesserungen und Erfolge erzielt“, erzählt Ben Brauner, 10 Jahre, der heuer am Pfingstcamp teilgenommen hat. Lionel ergänzt: „Das Otom’s Baseballcamp ist ein Camp, in dem man viel Spaß und Freude hat. Außerdem kann man viel über Baseball lernen.“

Academy für Nachwuchs im Leistungssport

Im Jahr 2016 hat der Verein eine eigene Academy gegründet. Sie dient dazu, mit proaktiver Nachwuchsarbeit das Leistungsniveau zu stabilisieren und vor allem auch jede Saison halten zu können, ohne regelmäßig teuer Importspieler einkaufen zu müssen.

„Wir sind begeistert von dem Engagement, mit dem der Verein unterwegs ist. Egal ob bei den Liga-Mannschaften oder bei der Nachwuchsarbeit, man merkt einfach, dass da alle für- und miteinander denken und sich bewegen. Da sind wir sehr gerne als Sponsor mit an Bord“, so Michael Baier von der Kreissparkasse, die den Verein seit Jahren partnerschaftlich als Sponsor unterstützt.

In den letzten zwei Jahren kommt zudem spürbar Bewegung in den deutschen Baseball-Sport, hin zu mehr Professionalität, und diese Entwicklung gilt genauso für die Academy der Disciples und ihre Mannschaften.

Und ja, erfolgreich sind die Disciples auch noch: Die Herren 1 spielt in der höchsten deutschen Spielklasse – der Deutschen Baseball Liga DBL –, die Herren 2 und Damen 1 sind in der Bayernliga unterwegs und die Damen 2 auf Landesliga-Ebene.

Foto: Franziska Kosa

Lust auf Baseball

Wer Baseball nun unbedingt mal persönlich erleben oder ausprobieren möchte:
Alle Termine der Spieltage, die Infos zu den Mannschaften und ihren Trainingszeiten sowie die Termine der sog. „Open Field Days“, bei denen jeder und jede herzlich willkommen ist, sind auf der Homepage zu finden:

Ultimatives Baseball-Feeling live erleben!
Wir verlosen 2x 4 Karten für das Lokal-Derby am
21. Juni 2026
Disciples Haar vs. Gauting Indians

Einfach bis 16. Juni 2026 nachstehendes Formular ausfüllen und absenden. Viel Glück!

Vielen Dank für Ihre Teilnahme – das Gewinnspiel ist beendet.