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Wie Euch Eure Wohnung weniger kostet

Nebenkosten

Wie Euch Eure Wohnung weniger kostet

Eine eigene Wohnung ist cool – vor allem die erste. Aber sie kostet natürlich auch und zwar nicht nur Miete. Ganz egal, ob man eine WG gründet, als Paar eine gemeinsame Wohnung mietet oder ob man alleine in die neuen vier Wände einzieht, es gibt einiges zu beachten.

Zwischen 2,17 und 3,18 Euro Nebenkosten fallen laut Deutschem Mieterbund im Durchschnitt pro Quadratmeter an. Wer die Nebenkosten von Anfang an im Griff haben will, sollte unbedingt die folgenden sechs Punkte im Blick behalten.

Heizung
Beim Heizen gilt meist: Weniger ist mehr. Die Raumtemperatur um lediglich ein Grad Celsius abzusenken, spart bereits rund sechs Prozent Heizkosten. Zudem sinkt die Luftqualität bei zu hoher Temperatur. Neben einem positiven Effekt auf die Nebenkostenabrechnung wirkt sich Zurückhaltung beim Heizen also auch positiv auf Körper und Geist aus. Im Wohn- und Arbeitszimmer genügen 20 Grad Celsius. Damit sich die warme Luft besser verteilen kann, dürfen Möbel und Kartons nicht direkt vor der Heizung stehen.

Nachts oder wenn niemand zu Hause ist, sind 16 Grad Celsius schon genug. Unter 14 Grad sollte die Temperatur aber selbst in ungenutzten Räumen, wie der Abstellkammer oder vorübergehend leerstehenden Zimmern, nicht fallen. Zu kalte Wände sind anfällig für Schimmelbildung. Türen zu beheizten Räumen sollten geschlossen bleiben.

Tipp: Wenn aus der Heizung ein Gluckern zu vernehmen ist, muss sie entlüftet werden. Auch das hilft, die Betriebskosten zu senken.

Wasser
Überraschend viel Trinkwasser verbraucht jeder Deutsche am Tag. Ganze 122 Liter rauschen durchschnittlich durch unsere Wasserhähne, Duschbrausen, Toilettenspülungen, Wasch- und Spülmaschinen. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel.

Um den Wasserverbrauch zu senken, müssen keine teuren, neuen Geräte angeschafft werden. Moderne Dusch-Sparköpfe sind ab 10,00 Euro zu bekommen und auch in Wasserhähne lassen sich Durchfluss-Begrenzer einbauen, die den Wasserverbrauch deutlich reduzieren. Bei tropfenden Wasserhähnen sollte sofort die Dichtung ausgetauscht werden. Wer das Tropfen ignoriert, läuft Gefahr, einige Tausend (!) Liter Wasser im Jahr zu verschwenden.

Mit ein bisschen Köpfchen lässt sich im Haushalt außerdem noch so mancher Euro einsparen. Wasch- und Spülmaschine, insofern vorhanden, sollten nur angestellt werden, wenn sie auch voll beladen sind. Teller, Töpfe und Pfannen können auch mit gesammeltem Gemüsekoch- oder Nudelwasser gespült werden. Beim Wäschewaschen sollte, wenn möglich, eine niedrige Gradzahl gewählt werden. Und Toilettenspülungen mit Spartaste oder Spülstopp können bis zu drei Liter Wasser pro Spülung einsparen.

Strom
Das Strategische vorab: Den Stromanbieter zu wechseln, zahlt sich oft aus. Es gibt zahlreiche Anbieter und schier unzählige Stromtarife in Deutschland. Auf Preisvergleichsportalen kann man sich hier einen guten Überblick verschaffen und bei Vertragsabschlüssen außerdem Rabatte und Gutschriften mitnehmen.

Wer die Stromfresser im Haushalt identifiziert und abschaltet, spart zudem richtig viel Energie und damit Geld. Fernseher, Musikanlagen, Computer und Drucker sollten nicht nebenbei laufen und so lange niemand zu Hause ist, ganz vom Stromnetz genommen werden. Das kann per abschaltbarer Steckdosenleiste geschehen oder indem man hinten am Gerät den Netzschalter auf null stellt.

Glühbirnen sind veraltet. LED- und Energiesparlampen sind deutlich erschwinglicher als früher und helfen dabei, die Ausgaben für Strom gering zu halten. Und auch beim Kochen kann clever gespart werden. Wasser auf der Herdplatte zu erhitzen, verbraucht deutlich mehr Strom als im Wasserkocher. Und: Jeder Topf braucht seinen Deckel, auch das spart Energie.

Müll
Die Abfallentsorgung zählt zu den teuersten Punkten auf der Nebenkostenabrechnung. Unsachgemäße Entsorgung von Sperrmüll neben den Mülltonnen verursacht hohe Zusatzkosten, das kann man leicht vermeiden. Aber auch korrekt entsorgte Kartons in der Altpapiertonne treiben die Kosten nach oben. Kartons und große Pappe sollten zerkleinert werden – das spart Platz. Die Entsorgungsbetriebe berechnen pro Leerung, ist die Tonne ständig voll, weil sperrige Verpackungen zu viel Platz verbrauchen, müssen die Müllmänner häufiger anrücken.

Steuern
Einen Teil der Nebenkosten kann man sich mit der Steuererklärung zurückholen. Jeweils 20 Prozent lassen sich auf Fahrt- und Arbeitskosten von Dienstleistern anrechnen. Wer also Kosten für Handwerker, Reinigungskräfte oder Hausmeisterdienste auf seiner Nebenkostenabrechnung findet, sollte das bei der Steuererklärung angeben.

Vorauszahlung anpassen
Über die genaue Höhe der Nebenkosten sollte man sich vor dem Unterschreiben des Mietvertrags informieren. Ein Blick in den Energieausweis des Gebäudes oder ein kurzer Plausch mit den Nachbarn verschafft schnell Klarheit. Schwarze Schafe unter den Vermietern geben vereinzelt absichtlich zu niedrige Nebenkosten an, um eine Anmietung attraktiver erscheinen zu lassen. Das wirft am Ende die eigene Kalkulation gehörig durcheinander und überfordert nicht selten die Haushaltskasse, wenn die Aufforderung zur Nachzahlung eintrudelt.


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