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Wie Sie Wohnlösungen finanzieren und die Pflegelücke schließen

Wie Sie Wohnlösungen finanzieren und die Pflegelücke schließen

Was gutes Leben im Ruhestand bedeutet, ist stets auch eine Frage der individuellen Bedürfnisse. Ob zu Hause oder im Senioren- und Pflegeheim, ob Betreutes Wohnen oder Senioren-WG – es findet sich für die unterschiedlichsten Ansprüche eine Lösung. Wie so oft im Leben gilt auch hier: Frühzeitig planen lohnt sich. Das beginnt mit der Vorsorge durch private Zusatzversicherungen und reicht hin bis zur Überlegung, wie öffentliche Zuschüsse das Wohnen im Alter unterstützen können.

Eine sichere Basis schaffen

Auch wenn Sie im Alter lange gesund bleiben, brauchen Sie eine finanzielle Basis für die laufenden Kosten. Die fallen im Altenheim ebenso an wie im gewohnten Zuhause oder in einer Senioren-WG. Eine finanzielle Basis dafür schaffen Sie zur Ergänzung der gesetzlichen Rentenansprüche mit einer privaten Rentenversicherung. Eine solche Police können Sie auch kurz vor dem Ruhestand durch die Einzahlung eines größeren Einmalbetrags abschließen. Die Police garantiert eine lebenslange Rente, die im Alter nur mit dem Ertragsanteil (zum Beispiel 18 Prozent bei Alter 65 bis 66 zu Rentenbeginn) zu versteuern ist. Nicht minder wichtig: Der Staat unterstützt Anspruchsberechtigte mit den Zulagen der Riester-Förderung.

Altersgerecht umbauen

Barrierereduzierende Umbauten können das Wohnen im Alter wesentlich erleichtern. Die KfW-Bank hat dafür zwei zielgerichtete Förderprogramme aufgelegt:

  • Das Programm 159 „Altersgerecht Umbauen“ ermöglicht eine besonders günstige Finanzierung solcher Umbaumaßnahmen durch zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro. Wenn Sie in einer Mietwohnung leben, ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich.
  • Private Eigentümer, die barrierereduziertumbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen, können alternativ zum Kredit einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro aus dem Programm 455-B „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“ beantragen

Weitere Hilfen für Umbauten

Bei entsprechendem Pflegegrad kann auch die Pflegekasse für bauliche Maßnahmen wie etwa den Badumbau oder einen Treppenlift Zuschüsse in Höhe von bis zu 4.000 Euro gewähren.
Der Freistaat Bayern unterstützt darüber hinaus Wohneigentümergemeinschaften bei der altersgerechten Sanierung mindestens 15 Jahre alter Gebäude mit besonders zinsgünstigen Darlehen aus dem WEG-Modernisierungsprogramm der BayernLabo. Voraussetzung ist, dass die förderfähigen Kosten mehr als 5.000 Euro je Wohnung betragen.

Pflege kann teuer werden

Mit fortschreitendem Alter nehmen die Risiken für die Gesundheit und das Bedürfnis an Betreuung zu. Unabhängig davon, ob Sie planen, sich bei Bedarf zu Hause durch ambulante Pflegekräfte versorgen zu lassen, oder einen Umzug in ein Senioren- oder Pflegeheim in Betracht ziehen: So oder so stellt sich die Frage der Finanzierung. Auch häusliche Pflege kann monatlich bis zu 3.500 Euro kosten. Die Pflegepflichtversicherung hilft je nach der Einstufung in einen der fünf Pflegegrade mit Kostenerstattung und Geld- oder Sachleistungen.

Abgesichert durch private Zusatzvorsorge

Die gesetzliche Pflegekasse kommt nur für etwa die Hälfte der anfallenden Kosten im Pflegefall auf. Das gilt auch dann, wenn Sie oder Ihre Angehörigen die Betreuung in einem Pflegeheim bevorzugen, wo ein Platz monatlich mehrere tausend Euro kosten kann. Eine ergänzende private Vorsorge ist deshalb dringend ratsam. Die Vorzüge belegen die zwei folgenden Beispiele:

  • Der Staat fördert eine private Pflegeversicherung über den „Pflege-Bahr“ mit zusätzlich 60 Euro jährlich, wenn Sie selbst monatlich mindestens zehn Euro in eine solche Police einzahlen. Im höchsten Pflegegrad 5 können aus dieser Vorsorge schon bei kleinen Beiträgen Leistungen in Höhe von mindestens 600 Euro fließen.
  • Wenn Sie eine private Pflegetagegeldversicherung abschließen, haben Sie im Pflegefall vom ersten Tag an Anspruch auf das vereinbarte Tagegeld – egal, ob Sie die Pflege zu Hause oder in einem Heim bevorzugen

Zuschlag für Pflege-Wohngemeinschaften

Zusammen mit Gleichaltrigen leben und gemeinsam die Unterstützung durch ambulante Pflegedienste nutzen: Die Idee der Pflege-Wohngemeinschaft verbindet finanzielle und soziale Vorteile mit dem Erhalt der Privatsphäre. Die gesetzliche Pflegekasse fördert diese WGs, wenn dort mindestens drei Pflegebedürftige und insgesamt nicht mehr als zwölf Personen zusammenleben. Bei dieser Förderung können Pflegebedürftige

  • auf Antrag zusätzlich zu den sonstigen Leistungen der Pflegekasse eine Pauschale in Höhe von 214 Euro im Monat erhalten
  • im Rahmen der Anschubfinanzierung eine einmalige Förderung von bis zu 2.500 Euro beantragen, wobei die Förderung für die Wohngemeinschaft insgesamt auf 10.000 Euro begrenzt ist
Stephanie Fischer
Stephanie Fischer
Marketing / Vertrieb

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