Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Bienen – mehr als nur Honig?“ des Gymnasiums Kirchseeon zusammen mit ihrer Lehrerin Kathrin Beimler (3.v.l.) und Kathrin Rexin-Czempiel, Geschäftsstellenleiterin der Kreissparkasse in Kirchseeon (l.)
P-Seminar „Bienen – mehr als nur Honig?“ des Gymnasiums Kirchseeon
14. Mai 2018
Schutz bei Berufsunfähigkeit
Schutz bei Berufsunfähigkeit
16. Mai 2018

„Planbar ist nur, dass es anders kommt als geplant!“ – Maximilian Jacob, KWERQUS UG

Und schon sind wir bei der dritten Etappe und dem damit letzten Fachabend der alljährlichen „StartUp München“-Reihe angelangt. Das Thema dieses Mal: Finanz- & Liquiditätsplanung.

Thomas Fürst, Leiter des ExistenzgründungsCenter der Stadtsparkasse München, stieg gleich voll ein. „Heute möchten wir Ihnen eine Sensibilisierung für das manchmal etwas trockene aber sehr wichtige Thema Finanzierung mit auf den Weg geben“, begrüßte er die Teilnehmer.

Um nachhaltig erfolgreich selbstständig zu sein sei der finanzwirtschaftliche Part unerlässlich, so Fürst weiter. Er gab den Zuhörern einen ausführlichen Überblick über die diversen Finanzierungsquellen und -möglichkeiten für Gründer, öffentliche Fördermittel sowie deren Vorteile.

Liquidität oft entscheidend

Der Großteil der Insolvenzen bei Gründungen sei auf Liquiditätsprobleme zurückzuführen, erklärte Carola Nowak gleich im Anschluss. Die Leiterin des Firmenkundencenters Ost der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg brachte den Teilnehmern an diesem Abend wichtige Tipps und Vorlagen zu folgenden Themen mit:

  • Wie erstelle ich einen Finanz- & Liquiditätsplan?
  • Was ist wichtig bei der Umsatz- und Ertragsplanung?
  • Wie ist ein Investitionsplan aufgebaut und warum ist der Liquiditätsplan so wichtig für die Planung?
Beide Dozenten nahmen sich viel Zeit für die Fragen der potentiellen Unternehmer zu diesen wichtigen Themenblöcken.

„Cash flow is more important than your mother! “

Mit diesem Zitat von Kenneth Morse, Professor für Entrepreneurship, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit an der „Delft University of Technology“ in den Niederlanden, brachte Maximilian Jacob das Publikum erst einmal zum Lachen.

Maximilian Jacob ist einer von drei Gründern der KWERQUS UG in München. Im April 2017 starteten sie das Unternehmen mit der Idee, Einrichtungsstücke wie Kleiderstangen, Regale und ähnliches aus Rohrsystemen herzustellen. Eine Idee, die es zu dieser Zeit noch nirgends auf dem Europäischen Markt gab und so den Gründern einen guten Start in die Selbstständigkeit ermöglichte.

„Cash flow is more important than your mother….. weil es Gestaltung ermöglicht!“, griff Jacob das Anfangszitat erneut auf und verdeutlichte den potentiellen Gründern, wie wichtig eine Finanzplanung und vor allem eine Liquiditätsplanung ist:

In der Planung spiegelt sich der Charakter

„Was heißt Finanzplan eigentlich? – Der Finanzplan ist eure Identität: Der Charakter der Gründer und des Unternehmens“, unterstrich Jacob und gab anschließend konkrete Tipps für den Aufbau eines Finanzplans und welche Überlegungen im Vorfeld angestellt werden müssen.

„Ihr werdet Fehler machen“, so Jacob, „das ist sicher, aber wichtig ist es, diese Fehler früh und günstig zu machen, so dass man sie wieder ausbügeln kann.“ Als Gründer müsse man den Überblick über seine Zahlungsströme behalten, man müsse die Fixkosten und variablen Kosten des Unternehmens kennen. Und dazu brauche es eine genaue Liquiditätsplanung und regelmäßiges Reporting. „Habt ihr den Finanzplan im Griff und wisst, was auf euch zukommt, könnt ihr auch schwierige Zeiten überstehen! Der Finanzplan ist euer Armaturenbrett im Schiff. Ihr seid auf hoher See, aber habt alle Werte im Blick. Wird die See unruhiger, könnt ihr darauf reagieren und das Schiff in den sicheren Hafen steuern“

Und das Wichtigste am Schluss

Die bildreichen Formulierungen des jungen Unternehmers transportierten die wesentlichen Punkte des wichtigen Themas Finanzen so verständlich wie unterhaltsam und unterstrichen doch gleichzeitig die Relevanz.

Jedoch - ganz am Schluss seines Vortrages grinste Jacob in die Menge und sagte: „Um noch einmal auf das Cashflow Zitat zurückzukommen: Das stimmt nicht ganz. Denn nichts ist wichtiger als deine Familie!“

Existenzgründung mit Ihrer Kreissparkasse:

Unsere Spezialisten für Existenzgründungsberatung finden Sie in jedem unserer sieben Firmenkundencenter in den Filialen in Deisenhofen, Ebersberg, Gauting, München, Ottobrunn, Starnberg und Unterschleißheim.

Dieses Mal beobachteten und schrieben für Sie:

Stefanie Krex
Stefanie Krex
Firmenkundenberatung Nord

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