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Regenbogen Frischkost – die Gemüse-Salat-Experten

Im Frischkost-Herzen der Produktion: v.l. Christoph Singer, Filialleiter der Kreissparkasse in Poing, Elke Seyband, Geschäftsführerin der Regenbogen Arbeit gGmbH,
und Markus Pirschlinger, Betriebsleiter Regenbogen Frischkost in Pliening

Rubrik: Region
08.05.2019
Rubrik: Region
08.05.2019
„Schmeckt super frisch!“ – Für Salat und Gemüse gibt’s mittags in der Kantine, in der Mensa und in den Gemeinschaftsverpflegungen von Schulen und Kindergärten kaum ein schöneres Kompliment. Doch wie kommen Endivien, Rucola, Chinakohl, Kartoffeln, Broccoli, Paprika & Co. jeden Tag frisch geschnitten in unsere Großküchen? Wer sind die akkuraten Experten fürs Sortieren, Waschen, Schälen, Schnippeln und Portionieren?

Ein Unternehmen, das sich genau darauf spezialisiert hat, ist Regenbogen Frischkost in Pliening, einer von zehn Betrieben der gemeinnützigen Regenbogen Arbeit gGmbH. Diese wurde 1986 im Klinikum Haar gegründet, um Menschen mit psychischer Erkrankung die Chance zu geben, durch Arbeit, Wohnung und kulturelle Aktivität weiterhin selbstbestimmt an der Gesellschaft teilzuhaben. Regenbogen Arbeit ist eine Inklusionsfirma, bei der gesunde Menschen, Menschen mit psychischer Erkrankung und langzeitarbeitslose Menschen zusammenarbeiten – aktuell über alle zehn Betriebe 145 in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und mehr als 40 in Zuverdienstplätzen mit bis zu 15 Arbeitsstunden pro Woche. Gerne unterstützt die Stiftung der Kreissparkasse Ebersberg diese so wichtige soziale Grundlagenarbeit.

Völlig normal – Leistung und soziale Verantwortung

„In der ersten Arbeitswelt haben Menschen mit psychischer Erkrankung aufgrund ihrer Einschränkungen und ihres besonderen Unterstützungsbedarfs oft keine Chance“, sagt Elke Seyband, Geschäftsführerin der Regenbogen Arbeit gGmbH. „Wir bieten ihnen dauerhafte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, tarifliche Entlohnung, erlebbare Anerkennung und Wertschätzung. Immer gilt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Dabei schaffen wir im Team eine Leistung, die auf dem freien Markt hoch nachgefragt ist.“ So beliefert Regenbogen Frischkost zum Beispiel große Caterer in den Kantinen von Siemens, Infineon, Münchener Rück und MAN, in den Mensas des Studentenwerks oder in Schulen wie dem Dante- und Klenze-Gymnasium.

Zu 80 Prozent verarbeitet Regenbogen Frischkost Bio-Lebensmittel

Betriebsleiter bei Frischkost ist seit sechs Jahren Markus Pirschlinger, auf einem Bauernhof groß geworden, gelernter Werkzeugmacher, lange bei einem Automobilzulieferer tätig und mit einer sonderpädagogischen Zusatzausbildung: „Der Salat und das Gemüse kommen je nach Wunsch unserer Auftraggeber aus ökologischer oder konventioneller Erzeugung. Unsere Landwirte sind so regional wie möglich. Wir sind der einzige Betrieb in Bayern, der Bio-Lebensmittel schneidet. Dies erfordert eine klare Trennung in der Bearbeitung, was wir durch verschiedenfarbige Kisten lösen. Wir produzieren küchenfertig geputztes und geschnittenes, erntefrisches Gemüse und eine große Auswahl an knackigen Salaten – mit nur zwei Tagen Vorlauf. Unsere messer-geschälten Bio-Kartoffeln und unser Feingemüse gibt es ganz oder in Scheiben, Würfeln, Stiften oder Spalten. Zählt man jede Schneide-Variante einzeln, bieten wir unseren Kunden 600 Produkte.“ Pro Monat macht das Frischkost-Team so rund 40 Tonnen Salat und Gemüse fit für die Küche.

Wer jetzt denkt, die Regenbogen Arbeit gGmbH finanziere sich vor allem aus Fördermitteln, liegt daneben. „80 Prozent unserer Kosten erlösen wir aus dem Verkauf unserer Produkte“, sagt Markus Pirschlinger, „und wenn wir zum Beispiel eine neue Würfelmaschine brauchen, kostet die 60.000 Euro. Deshalb sind Unterstützungen wie die der Kreissparkasse so wichtig.“ „Ein absolut außergewöhnliches Projekt“, sagt Christoph Singer, Leiter der Kreissparkassen-Filiale in Poing, „was hier bei Regenbogen Arbeit geleistet wird, verdient allergrößten Respekt.“

Regenbogen Arbeit hat eine Vision – und sucht dafür Unterstützung

Die Regenbogen Arbeit gGmbH hat eine Vision: ein Grundstück, auf dem sich mehrere Betriebsformen kombinieren lassen – die frische Zubereitung von Salat und Gemüse, Hofladen, Tagescafé und Upcycling, bei dem (scheinbar) nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt werden. „Mit einem solchen Konzept bleibt die Wertschöpfung in der Region“, sagt Elke Seyband, „wer ein Grundstück oder Gebäude besitzt, das wir für den Zweck umbauen würden, möge sich gerne bei uns melden. In Kooperation mit dem Eigentümer lässt sich hier gemeinsam etwas Besonderes schaffen.“
Martina Bartl
Martina Bartl
Gesellschaftliches Engagement

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