Das Smartphone wird zur Geldbörse
27. Juli 2018
Lebensretter sein – beim Blutspendetag in Gilching am 10. August
3. August 2018

Selbstbestimmt leben

Rubrik: Finanzen
31.07.2018
Rubrik: Finanzen
31.07.2018

Den eigenen Willen durchsetzen

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit: Über unser Leben bestimmen wir selbst und wir treffen jeden Tag unsere eigenen Entscheidungen. Was heute noch die Regel ist, kann sich im Falle eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung plötzlich ändern. In manchen Pflegesituationen oder im medizinischen Notfall müssen wir damit rechnen, unseren Willen nicht mehr selbst ausdrücken zu können. Gerade dann aber sind oft wichtige Entscheidungen zu treffen: zum Beispiel, ob wir bestimmten medizinischen Maßnahmen zustimmen oder sie ablehnen. Ebenso sind auch bei längerer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit weiterhin Bank-, Vertrags- und Vermögensangelegenheiten zu regeln. Den Gedanken daran sollte niemand verdrängen. Besser ist es, rechtzeitig durch eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht wirksame Vorkehrungen zu treffen. So legen Sie fest, was Sie wollen und wer Ihren Willen durchsetzen soll – auch wenn Sie ihn gesundheitlich bedingt einmal nicht selbst mitteilen können.

Jetzt festlegen, was Sie später wollen

Niemand denkt gerne daran, doch jeden kann es treffen. Wer soll über einen ärztlichen Rat entscheiden, wenn Sie nach einem Unfall bewusstlos sind oder eine Krankheit Sie hindert, Ihrem Willen Ausdruck zu verleihen? Mit einer Patientenverfügung

  • definieren Sie, welche medizinischen Maßnahmen Sie bei bestimmten Krankheitszuständen wünschen oder nicht wünschen
  • können Sie konkrete Vorgaben etwa zu lebenserhaltenden Maßnahmen, zur Schmerzbehandlung oder zur künstlichen Ernährung formulieren
  • geben Sie Ihren Angehörigen eine wichtige Orientierungshilfe für den Ernstfall

Vorkehrungen treffen, aber richtig

Viele Menschen werden sich der Notwendigkeit solcher Vorkehrungen bewusst, wenn sie selbst einmal Verwandte in Pflegesituationen betreut haben. Umfragen zufolge hat sich jeder zweite Bundesbürger vorgenommen, eine Patientenverfügung zu erstellen. Das ist mit gar nicht so viel Zeitaufwand verbunden. Gut vorbereitet sollte es aber sein. Studien belegen auch, dass nur drei Prozent der bestehenden Patientenverfügungen rechtlich wirksam sind. Achten Sie also darauf, alle relevanten inhaltlichen und formalen Aspekte zu berücksichtigen und sie mit vertrauten Personen oder dem Hausarzt zu besprechen.

TIPP: Fachliche Hilfe muss nicht teuer sein

Das Portal „meine-patientenverfügung.de“ der Deutschen Gesellschaft für Vorsorge mbH, ein Kooperationspartner der Versicherungskammer Bayern, hilft Ihnen dabei, Ihre Patientenverfügung mit wenig Aufwand einfach online zu erstellen. Mit einem bei der Kreissparkasse erhältlichen Gutschein erhalten Sie einen Nachlass in Höhe von 10 Euro, sodass Sie für die Anfertigung der Verfügung einen Vorzugspreis von 29,50 Euro (statt 39,50 Euro) zahlen. Dieses Angebot gilt auch für die Erstellung einer Vorsorgevollmacht.

Vorsorgevollmacht für Personen Ihres Vertrauens

Selbst engste Familienangehörige sind nicht automatisch berechtigt, Ihre gesundheitlichen und persönlichen Angelegenheiten zu regeln, wenn Sie es selbst nicht mehr können. Mit der Erstellung einer Vorsorgevollmacht beauftragen Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens damit, Ihre Interessen zu wahren und rechtsverbindlich für Sie zu handeln. Sie können damit gezielt veranlassen, dass der Bevollmächtigte Ihren in der Patientenverfügung erklärten Willen aktiv gegenüber Ärzten und Pflegepersonal durchsetzt. Ebenso können Sie sie als Bevollmächtigte mit der Erledigung Ihrer Bankgeschäfte, der Regelung von Vermögensangelegenheiten oder etwa der Umsetzung Ihres Willens bei Unterbringung in einem Pflegeheim betrauen.

An die finanzielle Vorsorge denken

Selbstbestimmt leben heißt auch, im Alter und bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit finanziell abgesichert zu sein. Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht dafür nicht aus, denn sie kommt nur für die Hälfte der anfallenden Pflegekosten auf. Wenn Sie auf Hilfe angewiesen sind und dennoch ein würdevolles Leben möglichst lange zu Hause verbringen wollen, sorgt eine private Zusatzversicherung für finanziellen Rückhalt. Die Versicherungskammer Bayern hat dazu für jede Zielsetzung Lösungen entwickelt:

  • Mit der Pflegetagegeld-Versicherung PflegePRIVAT erhalten Sie ab dem ersten Tag der Pflegebedürftigkeit das vereinbarte Tagegeld. Hinzukommt ab Pflegegrad 2 eine Einmalleistung, die Sie zum Beispiel für den Umbau in eine barrierefreie Wohnung oder für die Anschaffung von Hilfsmitteln verwenden können.
  • Mit der FörderPflege nutzen Sie eine staatliche Förderung von 60 Euro pro Jahr. Schon ab einem monatlichen Eigenbeitrag von 10 Euro können sich damit vor allem jüngere Menschen hohe monatliche Zahlungen im Pflegefall sichern.
  • Die PflegeRente VermögensSchutz mit Einmalzahlung verbindet die laufende Absicherung der Pflegebedürftigkeit mit dem Schutz Ihres Vermögens. Diese Lösung bietet sich an, wenn Sie über Geld aus einer fälligen Lebensversicherung, einem Erbe oder aus anderem freien Vermögen verfügen. Die monatliche Pflegerente können Sie frei verwenden – zum Beispiel für die Finanzierung einer Haushaltshilfe oder eines Pflegeheims. Der nicht für die Pflegeleistungen verwendete Teil des Vermögens wird weiter unter Nutzung der Chancen am Kapitalmarkt angelegt. Wird die Pflegeleistung nicht in Anspruch genommen, bleibt das Vermögen im Todesfall für die Hinterbliebenen erhalten.

Stephanie Fischer
Stephanie Fischer
Marketing / Vertrieb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.