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Oper in Starnberg – im Juli kommt die „Medea“

Oper-in-Starnberg
Rubrik: Region
27.02.2018
Rubrik: Region
27.02.2018
Der Verein Oper in Starnberg geht mit einem spannenden und auf Opernbühnen eher seltenen Projekt nach drei jähriger Pause wieder auf die Bühne der Schlossberghalle in Starnberg. Am 5. und 8. Juli wird das Erfolgsduo Andreas Schlegel (musikalische Leitung) und Ada Ramzews (Regie) Cherubinis „Medea“ mit einem ausdrucksstarken Bühnen- und Regiekonzept inszenieren. Die „Medea“ ist eine ganz besondere Herausforderung, denn dieser mythologische, hochemotionale und packende Stoff erfordert äußerst professionelle Stimmen und ausgesprochenes schauspielerisches Talent.

Die bewegende Geschichte der „Medea“
Die wunderschöne Medea, Tochter des Königs von Kolchis, verliebt sich in den Griechen Jason, der mit ihrer Hilfe das Goldene Vlies raubt: Daraufhin müssen sie mit den beiden gemeinsamen Kindern fliehen. Der König von Korinth ist bereit, Jason und den Kindern Asyl zu gewähren - unter der Bedingung, dass Jason seine Tochter heiratet und sich von Medea trennt. Medea zerbricht an dieser Trennung. Sie ersticht die eigenen Kinder und Jasons neue Braut. Und dennoch verkörpert die Gestalt der griechischen Mythologie nicht das „Böse“.

Bekannt ist das Meisterwerk für die herausfordernde Rolle der Sopranistin. Marieke Wikesjo wird die dichte Emotionalität der Medea mit Leidenschaft und Präzision auf die Bühne bringen. Bereits 2015 hat sie das Publikum als Nedda im Bajazzo bei Oper in Starnberg begeistert.

Geglücktes Zusammenspiel von Profis und Laien
Das Besondere an Starnbergs „Medea“-Inszenierung ist ein bunt gemischtes Ensemble, das natürlich aus anspruchsvoll ausgebildeten Sängern, aber auch aus Laiensängern und –Musikern besteht. Das Regiekonzept gibt den renommierten Profis der Opernszene den für ihren Ausdruck nötigen Raum. Außerdem bietet es dem Laienchor, der aus Mitgliedern des Vereins Oper in Starnberg und des Volksensembles Fünfseenland zusammengestellt wurde, die Möglichkeit, vor einem anspruchsvollen Publikum aufzutreten.

Helfende Hände
Hinter der Bühne arbeiten freiwillige Helfer: Wer Lust hat und als Helfer mitmachen möchte, kann sich hierfür auf der Website oper-in-starnberg.de anmelden. Sicher eine interessante Erfahrung, mal bei Proben oder beim Bühnenaufbau einer Oper mitanpacken zu können.

Langfristige Planung
Christine Brodt-Bastian, erste Vorsitzende des Vereins Oper in Starnberg, ist für die Organisation und Finanzierung des Events verantwortlich. Sie kann auf die Unterstützung der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg zählen, die zu den wichtigsten Förderern dieser anspruchsvollen Veranstaltung gehört.

Die Vorbereitungen laufen seit Herbst 2017, und dieses Projekt kostet Geld. Ausreichend Zeit ist für solch eine Inszenierung ebenso immens wichtig. Genau wie die Förderer und Partner, die das Projekt finanziell unterstützen. „Hier wollen wir uns für die Zukunft noch stärker in Stadt und Landkreis verankern“, erläutert Christine Brodt-Bastian.

Tickets
Tickets für dieses Kultur-Highlight gibt es unter: oper-in-starnberg.de
Martina Suess
Martina Suess
Filiale Starnberg

2 Comments

  1. Martina Suess Melanie Schlegel sagt:

    Schön, dass die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg dieses wunderbare Projekt unterstützt. Herzlichen Dank dafür!

  2. Martina Suess Johannes Lörcher, Pressesprecher Oper in STA e.V. sagt:

    Liebe Frau Suess,
    vielen Dank für Ihren schönen Beitrag für unser Projekt “Medea”.
    Das Drama des Euripides (ca. 400 vor Christus) erzählt, dass Jason, ein Königssohn aus Jolkos, dessen Onkel ihm den Königsthron raubte, ausgeschickt wurde, das Goldene Vlies zu rauben, um durch diese Tat seinen Königsthron wieder zurück zu gewinnen. Er fährt mit seinem Schiff “Argo” nach Kolchis, wo sich das Goldene Vlies befindet, verbündet sich mit der dortigen Königstochter Medea. Sie rauben das Goldene Vlies, müssen dann von dort mit der Argo fliehen. Da Jason in seiner Heimat wiederum um den Königsthron betrogen wird, müssen die beiden, Jason und Medea, als Flüchtlinge und Heimatlose mehrere Jahre als Argonauten auf dem Schiff Argo leben, bevor sie beim korinthischen König Kreon Asyl erhalten.
    Kreon bietet dann Jason seine Tochter zur Heirat an, womit Jason die Möglichkeit bekommt, wieder standesgemäß zu leben. Medea wird dafür geopfert und ist als heimatlose Flüchtlingsfrau nunmehr in einem vollkommenen Zustand der Rechtlosigkeit und Mittellosigkeit. Aus dieser Situation der vollkommenen Verzweiflung und Aussichtslosigkeit für ihr Leben und das ihrer Kinder entschließt sie sich zu ihrer grausamen Tat.
    Diese so tief gehende Konfliktsituation zumindest begreiflich, möglicherweise nachvollziehbar zu machen, hat sich Cherubini mit seiner hochdramatischen Vertonung zur Aufgabe gemacht und es ist ihm auch gelungen, die inneren Widersprüche und Konflikte der Medea im Musikdrama zum Ausdruck zu bringen.

    P.S.: Oper in Starnberg gibt es seit 2014. Von 2014 bis 2016 wurde jährlich eine Oper aufgeführt, je 2 Vorstellungen. Im Jahr 2017 hatten wir ein Jahr Pause, um dieses Jahr mit der Medea unser Projekt, die Schlossberghalle in Starnberg zur Opernbühne zu machen, fortzusetzen.

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