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Mammalade für Karla – Gutes aus der Fruchtaufstrich-Manufaktur

Das fleißige Team von „Mammalade für Karla e.V.“

Rubrik: Region
27.09.2019
Rubrik: Region
27.09.2019
Was macht man übers Jahr mit 1.500 Kilogramm Obst, das einwandfrei, aber überreif ist und es deshalb nicht mehr in den Handel schafft? Helene Nestler aus Neubiberg, seit rund 20 Jahren ehrenamtlich für das Frauenobdach KARLA 51 in der Karlstraße 51 in München tätig, hatte 2015 eine Idee: „Wir gründen den Verein Mammalade für Karla e.V., verarbeiten das Obst zu selbst gemachtem Fruchtaufstrich, verkaufen die Gläser und unterstützen mit dem Erlös obdachlose Frauen und Kinder in KARLA 51.“ So kamen allein 2018 insgesamt 10.500 Gläser Fruchtaufstrich und eine Spende für KARLA 51 in Höhe von 19.000 Euro zusammen.

Neue Mobilität bei Mammalade für Karla

Bei Mammalade für Karla sind heute bereits ein Mann und 23 Frauen aus Hohenbrunn, Neubiberg, Ottobrunn und Putzbrunn ehrenamtlich tätig. Bisher mussten für die Fahrten zum Obstholen und Gläserausliefern die Privatautos ran. Doch seit einigen Wochen hat der Verein sein erstes eigenes Auto, insbesondere dank einer großzügigen Spende der Stiftung der Kreissparkasse für den Landkreis München. „Das neue Vereins-Fahrzeug ist eine Riesenerleichterung für unsere Arbeit“, sagt Helene Nestler.

Perfekt eingespielte Logistik

Obstspender sind Lebensmittelläden in Feldkirchen, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Neubiberg, Sauerlach und Unterhaching sowie Privatleute, die Obst aus ihrem Garten spenden. Jeden Dienstag- und Freitagvormittag werden Küche und Räume der evangelischen Corneliuskirche in Neubiberg dann zur Fruchtaufstrich-Manufaktur. Zuerst wird entschieden, welche Sorten gemacht werden. „Wir sind da sehr spontan und kreativ, je nachdem, welches Obst wir gerade da haben“, sagt Helene Nestler lachend. „Unsere Sorten sind immer Mischungen, zum Beispiel Mango-Physialis, Pfirsich-Orange, Wildpflaume-Apfel-Zitrone und viele weitere.“

In der Küche wird das Obst geschält, püriert, im Mischungsverhältnis 70 Prozent Frucht und 30 Prozent Zucker gekocht und dann in kochendem Zustand in die zuvor sterilisierten Gläser eingefüllt. Alles in Handarbeit! Währenddessen werden einen Raum weiter die Gläser liebevoll verhübscht – so werden Etiketten auf die bereits abgefüllten und abgekühlten Gläser geklebt sowie kleine „Stöffchen“ für die Verzierung der Gläserdeckel passend geschnitten. Diese „Stöffchen“ haben ganz verschiedene Muster, sie stammen zum Beispiel aus alten Tischdecken, die Menschen in der Pfennigparade zugeschnitten haben, oder aus alten Herrenhemden. Zwei Frauen mit besonders schöner Handschrift fertigen im Anschluss noch die Sorten-Anhänger, die dann mit einem Band am Glas befestigt werden.

Verkauft wird der Fruchtaufstrich unter anderem auf Märkten in und um Ottobrunn und Neubiberg, im Dorfladen Brunnthal, in Filialen der Bäckerei Fiegert in Ottobrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn, beim Edeka in Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Neubiberg, in Münchner Filialen der Bäckerei Neulinger, in der Kantine der Bayerischen Staatskanzlei sowie in der Kantine des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales in München.

„Wir unterstützen die obdachlosen Frauen und Kinder in KARLA 51 ganz individuell und unbürokratisch“, sagt Helene Nestler, „zum Beispiel mit einem 50-Euro-Gutschein zum Einkaufen von Kleidung, mit Badetüchern für Neugeborene mit ihrem eingestickten Namen oder einer Begrüßungstasche für Neugeborene mit Spieluhr, Naturprodukten und einer Bodycreme für die Mama. Im September planen wir einen Tagesausflug zum Forggensee, mit Kaffee, Kuchen und Königsschlössern. So helfen wir Frauen und Kindern und retten zudem völlig einwandfreies Obst vor dem Entsorgen.“ – Chapeau!

Martina Bartl
Martina Bartl
Gesellschaftliches Engagement

1 Comment

  1. Martina Bartl Marianne Pitsch sagt:

    Liebe Mammalada Damen,
    aus Paris, von meiner Tochter, hat mich eure Webseite erreicht.
    Meine Hochachtung für eure Arbeit! Zum Glück sterben hilfreiche Engel auf der Welt nicht aus.
    Grand merci für eure Arbeit.
    M.Pitsch

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