Der perfekte Ausbildungsplatz Teil 2
Auf dem Weg zum perfekten Ausbildungsplatz
4. Juli 2018
Alle Ihre Konten auf einen Blick
12. Juli 2018

Carbon – Leichtbau für die Straße

Julius Ilmberger (links), hier mit Alexander Joppa von der Firmenkundenberatung der Kreissparkasse vor einer Wand mit Ausstellungsteilen aus der Produktion des Unternehmens

Ist nach wie vor auch selber gern auf der Rennstrecke unterwegs: Julius Ilmberger (links), hier mit Alexander Joppa von der Firmenkundenberatung der Kreissparkasse.

Rubrik: Menschen
10.07.2018
Rubrik: Menschen
10.07.2018

Das Material aus dem Rennsportträume „gebacken“ werden.

Breits in jungen Jahren begann der erfolgreiche Unternehmer mit Unterstützung der Eltern mit dem Motorrad-Trail Sport. „Das war eine hervorragende Basis für meine späteren Vorhaben“, sagt Julius Ilmberger. Ein Motorrad mit maximaler Geschwindigkeit auf einer Rennstrecke vorwärts zu bewegen, erfordert Disziplin und Selbstbeherrschung. Noch während seiner Berufsausbildung zum Bankkaufmann wurde dabei der Start für eine großartige Zwei-Rad-Karriere „gespurt“.

Am Anfang stand eine Idee

Es folgten sportliche Erfolge: neben einigen nationalen Titeln, zwei Europameistertitel „Sound of Thunder 1999 und 2000“, der Triumph bei den 1000 & 500km von Hockenheim 2010 und der Gesamtsieg der deutschen Langstreckenmeisterschaft 2010 & 2011 DMSB (Deutscher Motor Sport Bund). Ilmberger lernt dabei das individuelle Fahrverhalten der Rennmaschinen und die unbestrittenen Vorzüge des Kohlefaserverbundmaterials in der Anwendung kennen. In den 90er Jahren waren Carbon-Verkleidungsteile am Markt in adäquat guter Qualität so gut wie nicht erhältlich“. Es wurde die Idee geboren, Bauteile für den Eigenbedarf zu fertigen. Der begeisterte Rennfahrer erkannte jedoch sehr schnell das hohe Vertriebspotential, denn: auch seinen Konkurrenten auf der Rennpiste hatten großes Interesse an qualitativ hochwertigen Leichtbauteilen.

Doch diese zu fertigen ist eine ganz eigene Herausforderung. Um die Materialeigenschaften wie Gewichtsersparnis und Verwindungssteife auf die Straße zu bringen, bedarf es wesentlich mehr als allein der Leidenschaft und ein feines Gespür. Vor allem, wenn man der Idee folgt, Carbon neben dem Rennsport auch Straßenfahrern zugänglich zu machen.

Erfahrungen nutzbar machen

Ilmberger suchte und fand einen kompetenten und zuverlässigen Partner, der die hohen Qualitätsansprüche für den Herstellungsprozess erfüllte. Mit viel Einsatz in Forschung, Analyse der Prozesse sowie Planung, hoher Präzision und nachhaltiger Qualitätskontrolle erwarb Ilmberger als erster Hersteller eine „Allgemeine Betriebserlaubnis“ für Carbonteile, inklusive eines Carbon-Benzintanks.

2015 schließlich übernahm Ilmberger die Produktionsstätte, den Maschinenpark und einen Teil der Mitarbeiter seines langjährigen Lieferanten und Partners: die Produktionsfirma PCI AG wurde gegründet. In Kooperation mit dem Steuerberater wurde ein ausführlicher Businessplan als Grundlage für ein planvolles Finanzierungskonzept mit der Kreissparkasse entwickelt. Neue Ideen konnten so erfolgreich umgesetzt werden.

„Ilmberger Carbon“ steht für Qualität

Namenhafte Motorradschmieden sind mittlerweile strategische Handelspartner und beziehen Ilmberger Carbon in den Fertigungsprozess direkt mit ein (auch auf dem Kfz-Sektor). So ziert der Schriftzug des Oberhachinger Unternehmens „Ilmberger Carbon“ beispielsweise die auf 750 Stück limitierte Auflage des Erfolgsmodells BMW HP4 RACE mit 158 kW (215 PS). Ilmberger Carbon beliefert nationale und internationale Kundengruppen für alle gängigen Modellreihen.

Aus Mut, Leidenschaft und technischer Finesse wurde eine Idee geboren und diese bildet heute die Basis für 80 moderne Arbeitsplätze.
Alexander Joppa
Alexander Joppa
Firmenkundenberatung Süd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.