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Helfer auf vier Pfoten – Assistenz- und Servicehunde

Peter Pöschl und sein Servicehund Bonny

Peter Pöschl und sein Servicehund Bonny

Rubrik:Region
22.02.2019
Rubrik:Region
22.02.2019
Den heruntergefallenen Schlüsselbund aufheben, die Haustür öffnen, nach dem Spaziergang draußen die Jacke ausziehen - kleine Alltagstätigkeiten, über die gesunde Menschen, oft nicht besonders nachdenken. Für Rollstuhlfahrer oder körperbehinderte Menschen aber sind das häufig fast unlösbare Aufgaben.

Vier Pfoten für mehr Lebensqualität

Der 50-jährige Planegger Peter Pöschl ist aufgrund seiner MS-Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen. Zudem ist er seit Jahrzehnten Diabetiker und sein Blutzuckerspiegel schwankt stark. Unverzichtbarer Helfer im Alltag ist seit November 2015 Goldenretrieverhündin Bonny. Bonny übernimmt für Peter Pöschl viele Aufgaben, die er nicht mehr bewältigen kann. Sie kann für ihn Türen öffnen und schließen, zieht ihm Socken, Jacken und andere Kleidungsstücke aus und stützt ihn, wenn er in der Wohnung auf kurze Distanzen ohne Rollstuhl unterwegs ist. Zudem kann Bonny als ausgebildeter Diabeteswarnhund riechen, wenn Peter Pöschls Blutzucker gefährlich absinkt oder ansteigt. Sie zeigt das dann ihrem Herrchen an oder holt Hilfe.

Doch Bonny ist an einem Tumor an der Nase erkrankt – wie lange sie noch da sein wird, um ihr Herrchen zu unterstützen, ist ungewiss. Die Nachricht war zunächst ein großer Schock für Peter Pöschl, der im Alltag auf Bonnys Hilfe angewiesen ist. Vor allem aber ist ihm die Hundedame auch sehr ans Herz gewachsen.

Fundiert ausgebildete Lebensbegleiter

Die Ausbildung eines Servicehundes und das Zusammenwachsen mit einem neuen Besitzer dauert lange. Etwa zwei bis drei Jahre werden von der Auswahl bis zur Assistenzhund-Team-Prüfung veranschlagt. Daher lebt seit Juli 2017 nun ein neuer Assistenzhund-Azubi bei Peter Pöschl: Berner Sennenhund Benno.

helfer auf vier pfoten Benno
Bennos Ausbildung wird organisiert über den Verein Assistenz- und Servicehunde Bayern e.V.aus München. Meist kommen die künftigen Servicehunde bereits als Welpe zu ihren Besitzern. Sie lernen zunächst unter Anleitung einer speziell geschulten Hunde- und Verhaltenstrainerin absolut zuverlässigen Grundgehorsam. Mit der Zeit üben die Hunde immer mehr für den behinderten Menschen wichtige Tätigkeiten zu übernehmen, wie Telefon, Mütze, Decke und andere Gegenstände zu suchen und zu bringen, Unterstützung beim Ausziehen von Kleidungsstücken oder das Drücken von Ampel-, Aufzug- oder Klingelknöpfen. Doch es ist nicht nur die reine Assistenzarbeit, die die Servicehunde so wertvoll für ihre Besitzer machen. Auch emotional ist der Hund häufig unverzichtbar für den Menschen, sorgt allein schon durch sein Dasein für eine positive Atmosphäre. Da weder die Kosten für die Anschaffung eines geeigneten Hundes noch die hohen Ausbildungskosten von den Krankenkassen übernommen werden, ist der Verein Assistenz- und Servicehunde e.V. auf Spenden angewiesen. Gerne hat auch die Kreissparkasse dazu einen Beitrag geleistet.
Nicole Weiß
Spenden-/Sponsoringmanagement

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