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Vom Achter über die Krone und den Schlangentanz bis zum Reifenschwung – 2019 war ein Jahr der Schäffler!

Eine Aufführung der Schäffler hat immer viel Publikum. Hier die Hooga Schaffla bei ihrem Auftritt vor der Kreissparkasse in Ebersberg.

Rubrik: Region
12.03.2019
Rubrik: Region
12.03.2019
Fesche Burschen mit roter Jacke, schwarzer Kniebundhose, weißen Strümpfen und grün geschmückten Buchsbögen – die Schäffler waren heuer wieder viel in der Region zu sehen. Und egal wo, die Aufmerksamkeit war ihnen sicher. Schließlich gehen sie nur alle sieben Jahre auf „Tournee“ und tanzen sich durch München und das altbayerische Umland.

Die Tradition des Schäfflertanzes, dem Zunfttanz der Schäffler (Fassbauer) hat sich von München aus im Umland ausgebreitet und war bis in die 60er Jahre unverheirateten Schäfflergesellen mit einwandfreiem Leumund vorbehalten. Heute sorgen Vereine dafür, dass dieses Brauchtum fortbesteht – zum Glück, denn es ist ein absolut sehenswertes Spektakel.

Eine Mischung aus Tanz, Gaukelei und Akrobatik

In einer Schäfflergruppe gibt es neben den Tänzern und Vortänzern auch Klopfer oder Fassschlager, die mit Hämmern auf Fässer schlagen, Wagerlbuam und Marketenderinnen. Viele Gruppen haben einen Kasperl dabei, der vorlaut mit frechen Sprüchen die lokale Prominenz oder auch die „Gastgeber“ vor Ort aufs Korn nimmt.

Und dann gibt es noch die Reifenschwinger: Akrobatisch schwingen diese ihre Holzreifen mitsamt gefülltem Schnapsglas, ohne dabei einen Tropfen zu verschütten.

Geschichte und die Zahl Sieben

Seit Mitte des achtzehnten Jahrhunderts ist das Schauspiel alle sieben Jahre zu bestaunen. Um den genauen Ursprung rankt sich die Sage einer Pestepidemie, zu deren Ende die Schäffler aufgetreten sein sollen, um die Bevölkerung zu beruhigen und das öffentliche Leben wieder in Gang zu bringen. Genauso sagenumwoben ist der Turnus von sieben Jahren. Aber ob nun alle sieben Jahre getanzt wird, weil es der Herzog Wilhelm IV. so festlegte oder die Zahl Sieben als Glückszahl gilt, eines ist allen Schäfflern gemein: Sie brauchen Durchhaltevermögen.

Sportliches Brauchtum

„Bewegungsmuffel dürfen wir Schäfflertänzer nicht sein“, erzählt Christoph Singer und lacht, „in der Spitze macht man pro Tag ca. 27.000 Schritte, am unsinnigen Donnerstag sogar weit über 30.000.“

Singer ist Leiter der Kreissparkasse in Poing und inzwischen seit 14 Jahren aktiver Schäffler. Beim TSV 1864 Haag e.V. war er schon zuvor aktiv, als Abteilungsleiter der Karateabteilung.

Im Rahmen einer Sitzung kam 2004 das Thema des Schäfflertanzes auf. Singer erkannte, dass dieses Brauchtum in den letzten Jahren vornehmlich von den Fußballern des Vereins gelebt wurde – ein Anreiz. Im Gespräch wurden noch kurz einige Fragen geklärt und schon ging es ins Schäfflertraining. So ist er seit der Saison 2005 dabei – damals noch als Kasperl, seit 2012 schließlich als Tänzer.

Und noch ein Kreissparkassler ist dabei: Richard Kern aus der Abteilung Gebäudeunterhalt. Und wie so viele kam auch er über den Fußball zu den Schäfflern. „Als mich Heinrich Posch, der damalige Schäfflermeister fragte, hab‘ ich nicht lang gezögert – das war mir natürlich eine Ehre“, erzählt Kern, der heuer schon seine fünfte Saison tanzt.
2019 waren es 197 Auftritte und natürlich wurde auch die Kreissparkasse eingebunden. Am 1. März fanden sich rund 55 Personen, also 16 Tänzer, Wagerlbuam, Markttenderinnen mitsamt Kasperl und Kapelle vor der Kreissparkasse Ebersberg ein und es wurde…getanzt.


Bilder: © Haager Schäffler
Fesche Burschen mit roter Jacke, schwarzer Kniebundhose, weißen Strümpfen und grün geschmückten Buchsbögen – die Schäffler waren heuer wieder viel in der Region zu sehen. Und egal wo, die Aufmerksamkeit war ihnen sicher. Schließlich gehen sie nur alle sieben Jahre auf „Tournee“ und tanzen sich durch München und das altbayerische Umland.

Die Tradition des Schäfflertanzes, dem Zunfttanz der Schäffler (Fassbauer) hat sich von München aus im Umland ausgebreitet und war bis in die 60er Jahre unverheirateten Schäfflergesellen mit einwandfreiem Leumund vorbehalten. Heute sorgen Vereine dafür, dass dieses Brauchtum fortbesteht – zum Glück, denn es ist ein absolut sehenswertes Spektakel.

Eine Mischung aus Tanz, Gaukelei und Akrobatik

In einer Schäfflergruppe gibt es neben den Tänzern und Vortänzern auch Klopfer oder Fassschlager, die mit Hämmern auf Fässer schlagen, Wagerlbuam und Marketenderinnen. Viele Gruppen haben einen Kasperl dabei, der vorlaut mit frechen Sprüchen die lokale Prominenz oder auch die „Gastgeber“ vor Ort aufs Korn nimmt.

Und dann gibt es noch die Reifenschwinger: Akrobatisch schwingen diese ihre Holzreifen mitsamt gefülltem Schnapsglas, ohne dabei einen Tropfen zu verschütten.

Geschichte und die Zahl Sieben

Seit Mitte des achtzehnten Jahrhunderts ist das Schauspiel alle sieben Jahre zu bestaunen. Um den genauen Ursprung rankt sich die Sage einer Pestepidemie, zu deren Ende die Schäffler aufgetreten sein sollen, um die Bevölkerung zu beruhigen und das öffentliche Leben wieder in Gang zu bringen. Genauso sagenumwoben ist der Turnus von sieben Jahren. Aber ob nun alle sieben Jahre getanzt wird, weil es der Herzog Wilhelm IV. so festlegte oder die Zahl Sieben als Glückszahl gilt, eines ist allen Schäfflern gemein: Sie brauchen Durchhaltevermögen.

Sportliches Brauchtum

„Bewegungsmuffel dürfen wir Schäfflertänzer nicht sein“, erzählt Christoph Singer und lacht, „in der Spitze macht man pro Tag ca. 27.000 Schritte, am unsinnigen Donnerstag sogar weit über 30.000.“

Singer ist Leiter der Kreissparkasse in Poing und inzwischen seit 14 Jahren aktiver Schäffler. Beim TSV 1864 Haag e.V. war er schon zuvor aktiv, als Abteilungsleiter der Karateabteilung.

Im Rahmen einer Sitzung kam 2004 das Thema des Schäfflertanzes auf. Singer erkannte, dass dieses Brauchtum in den letzten Jahren vornehmlich von den Fußballern des Vereins gelebt wurde – ein Anreiz. Im Gespräch wurden noch kurz einige Fragen geklärt und schon ging es ins Schäfflertraining. So ist er seit der Saison 2005 dabei – damals noch als Kasperl, seit 2012 schließlich als Tänzer.

Und noch ein Kreissparkassler ist dabei: Richard Kern aus der Abteilung Gebäudeunterhalt. Und wie so viele kam auch er über den Fußball zu den Schäfflern. „Als mich Heinrich Posch, der damalige Schäfflermeister fragte, hab‘ ich nicht lang gezögert – das war mir natürlich eine Ehre“, erzählt Kern, der heuer schon seine fünfte Saison tanzt.
2019 waren es 197 Auftritte und natürlich wurde auch die Kreissparkasse eingebunden. Am 1. März fanden sich rund 55 Personen, also 16 Tänzer, Wagerlbuam, Markttenderinnen mitsamt Kasperl und Kapelle vor der Kreissparkasse Ebersberg ein und es wurde…getanzt.


Bilder: © Haager Schäffler
Marion Neupert
Marion Neupert
Social Media Managerin

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