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Geld vom Staat für Familiengründer

Familieneugründung
Rubrik: Tipp
24.01.2018
Rubrik: Tipp
24.01.2018
Kinder sind ein Segen. Kinder sind ein schwarzes Loch im Portmonnaie. Kinder sind unsere Zukunft. Kinder verändern einfach alles.

Allesamt unbestreitbare Aussagen, doch das Ausmaß liegt in den eigenen Händen. Natürlich rauben die süßen Kleinen ihren Eltern in den ersten Jahren gerne mal den Schlaf. Doch wer würde später ernsthaft behaupten, es wäre die Mühe nicht wert gewesen? Sicher wird die Zukunft von den Menschen gestaltet, die jetzt das Licht der Welt erblicken. Doch was wir ihnen dafür mit auf den Weg geben, das entscheiden wir heute selber. Und ja, Kinder aufziehen kostet eine Menge Geld. Aber es gibt Leistungen vom Staat und einiges an Freibeträgen, damit die Familiengründung attraktiv bleibt.

183 Milliarden Euro zahlt der Staat jährlich an Deutschlands Eltern. Eltern- und Kindergeld sind davon die bekanntesten Leistungen. Insgesamt wäre die Summe viel größer, würden die Eltern alle Zuschüsse, die ihnen zustehen, auch anfordern. Die Flut an verschiedenen Leistungen erschwert den Überblick und der Bürokratieapparat stellt oft eine Hürde dar. In diesem Beitrag erklären wir, von welchen Zuwendungen junge Familien profitieren können.

Mutterschaftsgeld
Werdende Mütter erhalten sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt Mutterschaftsgeld. Gesetzlich Versicherte erhalten 13 Euro am Tag von ihrer Krankenkasse. Die Differenz vom Nettogehalt zahlt der Arbeitgeber als Zuschuss. Wer privat versichert ist, erhält einmalig 210 Euro Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt. Der Arbeitgeberzuschuss fällt jedoch genauso hoch aus, als wäre man gesetzlich versichert. Einige Krankenkassen bieten darüber hinaus Leistungen zur Geburtsvorbereitung an. Des Weiteren gibt es für sozial Bedürftige sowie Alleinerziehende einige weitere Förderungen, wie zum Beispiel Kinderzuschlag, Wohngeld oder Unterhaltsvorschüsse.

http://www.freistaat.bayern/dokumente/leistung/402868102448

Elterngeld und ElterngeldPlus
Mit dem Elterngeld fängt der Staat fehlendes Einkommen auf. Eltern, die nach der Geburt ihre volle Aufmerksamkeit dem neuen Familienmitglied widmen möchten und dafür ihre Arbeit unterbrechen oder einschränken müssen, sollen so gefördert werden. Beiden Elternteilen zusammen steht insgesamt Elterngeld für 14 Monate zu, insofern Einkommen wegfällt. Wie die Monate aufgeteilt werden, ist dabei den Eltern überlassen. Mindestens zwei, höchstens aber zwölf Monate kann ein Elternteil in Anspruch nehmen.

Für einen schnelleren Wiedereinstieg durch Teilzeitarbeit gibt es das ElterngeldPlus. Hierbei erhält der Elternteil monatlich die Hälfte des Elterngeldes, das er bekommen würde, dafür aber doppelt so lange.

Der Antrag auf Elterngeld (je nach Einkommen bis zu 1.800 Euro monatlich) wird nach der Geburt an die zuständige Elterngeldstelle geschickt. Erst dann liegt Ihnen die für die Antragstellung notwendige Geburtsbescheinigung mit dem Verwendungszweck „für Elterngeld“ vor. Diese Bescheinigung erhalten Sie zusammen mit der Geburtsurkunde beim Standesamt.

  • Bayerisches Betreuungsgeld
Eltern, die eine Alternative zur öffentlich geförderten Kinderbetreuung wünschen und deshalb die Betreuung ihres ein- oder zweijährigen Kindes selbst übernehmen wollen oder eigenständig organisieren, werden hier in Bayern mit dem Bayerischen Betreuungsgeld unterstützt. Das Geld wird den Eltern, die die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen auch rückwirkend bewilligt und ausgezahlt.

  • Bayerisches Landeserziehungsgeld
Unmittelbar im Anschluss an das Elterngeld gewährt der Freistaat Bayern ein eigenes einkommensabhängiges Landeserziehungsgeld: für das erste Kind für sechs Monate, ab dem zweiten Kind für zwölf Monate und längstens bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres. Sie können zudem für mehrere Kinder gleichzeitig Landeserziehungsgeld beziehen

Kindergeld
Das Kindergeld ist die populärste Leistung des Staates an Familien. Für die ersten beiden Kinder gibt es jeweils 194 Euro. Für das dritte bekommen Familien schon 200 Euro an Unterstützung und für jedes weitere ganze 225 Euro. Kindergeld wird längstens bis zum Abschluss des 25. Lebensjahres und auch während der Ausbildung gezahlt.

Die Agentur für Arbeit fasst alle wichtigen Informationen zum Kindergeld in ihrem Merkblatt Kindergeld zusammen.

Kinderfreibetrag
Seit dem 1. Januar 2018 liegt die Höhe des Kinderfreibetrages, also des steuerfreien Betrags für Familien, bei 7.428 Euro.
Aber Vorsicht: Das Kindergeld und der Kinderfreibetrag sind zusammen nicht möglich! Hier greift automatisch im Sinne der Eltern die sogenannte Günstigerprüfung des Finanzamts. Hier wird an Hand der steuerlichen Veranlagung ermittelt, ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag für die Eltern vorteilhafter ist. Als Faustregel kann gelten, dass sich der Kinderfreibetrag gegenüber dem Kindergeld ab einem Haushaltseinkommen von etwa 60.000 Euro lohnt. Selbstverständlich gelten hier aber neben dem Einkommen noch weitere Faktoren.

Weitere Steuerfreibeträge für Eltern
Junge Eltern haben die Möglichkeit, sich Betreuungskosten steuerlich anerkennen zu lassen. Pro Jahr und Kind sind zwei Drittel der Kosten, maximal aber 4.000 Euro, als Werbungskosten absetzbar. Wird die Kinderbetreuung vom Arbeitgeber bezahlt, ist sie für die Eltern sogar ganz steuerfrei.

Riester-Rente Kinderzulage
Familien erhalten hohe staatliche Zulagen für ihre Riester-Renten. Die sogenannte Kinderzulage macht pro Kind und Sparer bis zu 300 Euro im Jahr aus.

Marion Pinzka
Marion Pinzka
Social Media Managerin

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