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Qualifizierte Erste Hilfe – die First Responder Feldafing

Gemeinsam Gutes tun: v.l. Mirjam Mickisch, eine der zwölf First Responder Feldafing, und Kira Lang, Geschäftsstellenleiterin der Kreissparkasse in Feldafing.

Gemeinsam Gutes tun: v.l. Mirjam Mickisch, eine der zwölf First Responder Feldafing, und Kira Lang, Geschäftsstellenleiterin der Kreissparkasse in Feldafing.

Rubrik: Region
05.09.2018
Rubrik: Region
05.09.2018
Wenn sie nach einem Notruf unter 112 von der Rettungsleitstelle alarmiert werden, geht’s um Sekunden. Denn bei Schlaganfall, Kreislaufstillstand oder Verkehrsunfall muss es schnell gehen. Die First Responder Feldafing, allesamt als Sanitäter, Rettungsassistent oder Notfallsanitäter ausgebildet, wissen daher ganz genau, was sie an ihrem Fahrzeug haben. Seit ihrer Gründung 2009 ist dies ein praktischer, geländegängiger VW Tiguan – doch der kommt langsam in die Jahre, sodass die First Responder entschieden: „Wir brauchen ein neues Fahrzeug.“ Um ihre eigenen Rücklagen aus Mitgliedsbeiträgen zu ergänzen, starteten sie eine Spendenkampagne und gewannen auch die Stiftung der Kreissparkasse für den Landkreis Starnberg als Unterstützer.

Im Notfall ehrenamtliche „Helfer vor Ort“

Das neue Fahrzeug wird ein BMW X3 sein, mit größerem Kofferraum als sein Vorgänger. Die Sonderausstattung besteht wie schon beim bisherigen Fahrzeug unter anderem aus Signalhorn, Blaulicht, Funk, Navi und einer zusätzlichen Batterie, damit alle Systeme jederzeit verlässlich „unter Strom“ stehen. Mit diesem Wagen, der im Frühjahr 2019 erwartet wird, können die First Responder Feldafing jeden Gemeindeteil in wenigen Minuten erreichen. Auf dieses Tempo kommt es an – denn als ehrenamtliche „Helfer vor Ort“ haben die First Responder im Notfall die Aufgabe, die Zeit bis zum Eintreffen des nächsten Rettungsdienstes oder Notarztes aus Starnberg mit qualifizierter Erster Hilfe zu überbrücken. Zudem unterstützen sie auch den Rettungsdienst nach dessen Eintreffen bei der weiteren Versorgung.

Zeitvorsprung, der Leben rettet

„Wir stellen den Dienst unter der Woche jede Nacht und am Wochenende durchgehend von Freitagabend bis Montagfrüh“, sagt Mirjam Mickisch, die beruflich Software für Arztpraxen programmiert, „bei der Freiwilligen Feuerwehr Feldafing sind wir rund 40 Frauen und Männer, zwölf davon sind auch bei den First Respondern. Bei den ‚Firsties‘ teilen wir genau ein, wer jeweils das Zweierteam ist. Wir achten dabei darauf, dass die beiden nah beieinander wohnen. Gibt der Piepser Signal, sind wir sofort auf den Beinen. Oft steht unser Fahrzeug vor der Kreissparkasse – das ist super zentral.“

Die örtliche Nähe gibt den First Respondern meist einen großen Zeitvorsprung, in dem sie schon mit der Versorgung des Patienten beginnen können. „Dadurch konnten wir bereits Leben retten. Das ist der schönste Lohn und entschädigt hundertmal für nächtliches Aufstehen“, so Mirjam Mickisch. Aufgrund des komplett ehrenamtlichen Dienstes ist für Patienten die parallele Alarmierung des First-Responder-Dienstes kostenlos. Eingehende Spenden werden ausnahmslos für die Ersatz- oder Neubeschaffung von medizinischen Gerätschaften, Einsatzkleidung und Verbrauchsmaterial verwendet. Nicht durchführen dürfen die First Responder übrigens den Transport von Patienten, da es hierfür ein entsprechendes Fahrzeug mit mehr medizinischer Ausstattung und mindestens einer Ausbildung als Rettungssanitäter bedarf.

„Es freut mich sehr, dass die Stiftung der Kreissparkasse für den Landkreis Starnberg die Anschaffung des neuen Fahrzeugs für die First Responder unterstützt“, sagt Kira Lang, Geschäftsstellenleiterin der Kreissparkasse in Feldafing, bei der der Förderverein First Responder Feldafing e.V. auch sein Konto hat, „nah bei unseren Kunden zu sein heißt für uns immer auch, ehrenamtliche Aktivitäten vor Ort zu begleiten. Wir haben allergrößten Respekt vor dem Engagement der First Responder.“
Martina Bartl
Martina Bartl
Gesellschaftliches Engagement

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