Denn nicht nur die Finanzierung, sondern auch die damit verbundene Beratung haben ihren Wert.
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Fünf Tipps fürs Ehrenamt

Wer sich für ein Ehrenamt entscheidet, sollte wissen, worauf er sich einlässt.

Wer sich für ein Ehrenamt entscheidet, sollte wissen, worauf er sich einlässt.

Sportverein, Feuerwehr, Umweltschutz: In vielen Bereichen des Lebens kannst du dich engagieren. Senioren vorlesen, Kinder aus bildungsfernen Familien bei Bewerbungen unterstützen, Gewerkschaftsarbeit – es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Da dieses Engagement freiwillig ist und man in der Regel kein Geld für seine Arbeit bekommt, spricht man vom Ehrenamt.

Vielleicht reizt dich solch eine Aufgabe, weil du sie sinnvoll und wichtig findest. Vielleicht auch, weil du neben der Ausbildung weitere Kompetenzen erwerben möchtest.

Oder du möchtest deine Leidenschaft und Begeisterung für ein Thema aktiv an andere weitergeben. Ich persönlich investiere einen Teil meiner Freizeit zum Beispiel in den Kinder- und Jugendfußball.

Gut überlegt ins Ehrenamt
Aber bevor du dich für ein Ehrenamt entscheidest, solltest du dich schlaumachen. Der Zeitaufwand, den du betreiben musst, um dich ehrenamtlich zu engagieren, kann sehr hoch sein. Darum solltest du dir gut überlegen, ob das Ehrenamt zu deiner beruflichen Situation passt. Das gilt besonders, wenn Prüfungen an der Hochschule anstehen oder du dich im ersten Job zurechtfinden musst. Für manche Aufgaben gehen deine Wochenenden drauf, das kann deine Beziehung belasten.

Wäge darum genau ab, worauf du dich einlässt. Denn wer ein Ehrenamt beginnt, wird eine große Lücke hinterlassen, wenn er nach kurzer Zeit wieder damit aufhört. Worauf es ankommt:

5 Tipps rund ums Ehrenamt
  • Zeit: Wie viel Zeit kannst du erübrigen? Suche dir ein Ehrenamt, das in deinen Zeitrahmen passt. Lerne, Nein zu sagen, wenn das Ehrenamt beginnt, dich aufzufressen.
  • Spaßfaktor: Das Ehrenamt muss dir liegen. Bei der Wahl deines Ehrenamts solltest du deine eigenen Fähigkeiten und Neigungen beachten.
  • Karrierefördernd: Das Ehrenamt kann nicht nur Spaß machen, sondern dich auch noch beruflich voranbringen – zum Beispiel, weil du bei deiner Tätigkeit etwas für deinen Job lernst oder weil du dort auf ein Netzwerk triffst, das dir beruflich hilfreich sein kann.
  • Versicherung: Wenn du dich ehrenamtlich engagierst, solltest du auch versichert sein. In der Regel bist du das über deinen Verein oder die Organisation, in der du dich einbringst. Besser ist es aber, wenn du das einmal im Vorfeld abklärst und dich erkundigst, was passiert, wenn du mit dem Vereinswagen einen Gartenzaun umfährst, wenn ein Kind sich unter deiner Obhut beim Turnen das Bein bricht oder du selbst in dieser Zeit einen Unfall hast.
  • Ehrenamtskarte: In vielen Städten und Gemeinden gibt es eine sogenannte Ehrenamtskarte. Damit bekommt, wer sich ehrenamtlich engagiert, zum Beispiel Preisnachlässe im Museum. Eine solche Karte muss allerdings beantragt werden. Informiere dich, ob du für deine Tätigkeit eine solche Karte bekommen kannst.

Ehrenamt übers Internet
Du hast spontan keine Idee, wo du dich einbringen kannst? Es gibt auch Freiwilligenzentralen, wo man sich informieren und sogar nach einer konkreten Stelle suchen kann. Kontakte findest du zum Beispiel beim Bundesverband der Freiwilligenagenturen.

Du willst dich lieber von zu Hause aus und über den Computer für eine bessere Welt einsetzen? Auch das ist möglich: Wikipedia beispielsweise braucht immer Autoren. Oder du suchst nach rollstuhlgerechten Orten in deinem Umfeld und trägst sie online in die sogenannte Wheelmap ein.

Möglichkeiten, dich zu engagieren gibt es viele. Wenn Du dich ehrenamtlich einbringen möchtest: Überlege dir genau, worauf du dich einlassen willst und was zu dir passt. Dann bekommst du im besten Fall unbezahlbare Erfahrungen, neue Kontakte und Freunde und womöglich sogar eine ganze Menge Spaß zurück.

Florian Weißmann
Florian Weißmann
Leiter Filiale Feldkirchen

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