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Die Zukunft des autonomen Fahrens

Ein spannender Abend mit der Kreissparkasse und einem zukunftsweisenden Thema: Prof. Eckard Minx (m.) mit den Kreissparkassenvorständen Walter Fichtel (li.) und Joseph Bittscheidt (re.)

Autonomes Fahren und selbst fahrende Fahrzeuge haben das Potenzial, unsere Mobilität in Zukunft grundlegend zu verändern. Einen wissenschaftlich fundierten „Blick in die Glaskugel“ mit Prof. Eckard Minx, Experte auf dem Gebiet des Autonomen Fahrens, bot die Kreissparkasse jüngst Vertretern ihrer kommunalen Kunden bei einem Vortragsabend im Brauereigasthof Aying.

Vorstandsmitglied Walter Fichtel ließ zunächst das Jahr Revue passieren. Dieses erlebe die Kreissparkasse als herausfordernd: Der Zuwachs an Einlagen übertreffe den an Krediten um ein Mehrfaches. Nur wo die Einlagen anlegen? Durch die Geldpolitik der EZB herrsche nach wie vor ein regelrechter Anlagenotstand, nicht nur für Privatanleger. „Bei einem solchen Geld- und Kapitalmarkt wird jede Geldanlageentscheidung zur Wahl zwischen Pest und Cholera“, so Fichtel.

„Sicher sind wir uns aber indes darin, dass wir unsere Kundenberatung weiter auf hohem Niveau pflegen werden“, so Fichtel weiter. Für die Beratung der Kommunalkunden unterhalte die Kreissparkasse ein eigenes Team an Mitarbeitern.

„Auch wenn wir heute im durchaus noch beschaulichen Aying sind, kann niemand die verkehrstechnischen Herausforderungen des Ballungsraumes München bestreiten“, leitete er den thematischen Schwerpunkt des Abends ein. Autonomes Fahren könnte eine von vielen möglichen Antworten auf das Problem sein, dass individuell sich bewegende Personen nicht zu viel kostbare Zeit hinter dem Steuer verbringen.

Hochspannend waren daher die Ausführungen von Prof. Eckard Minx, Experte auf dem Gebiet des Autonomen Fahrens. Minx hat seit zehn Jahren den Vorstand der Daimler und Benz Stiftung inne und lehrt als Honorarprofessor an mehreren Hochschulen.

„Wir stehen am Anfang einer ziemlich großen technologischen Revolution. Niemand weiß, was auf uns zukommt“, erklärte Minx. Die Technologie für selbst fahrende Fahrzeuge sei bereits heute weit fortgeschritten.

Doch zahlreiche Fragen zur Anwendung und Auswirkung seien gleichzeitig offen: Ist die Gesellschaft reif für autonomes Fahren? Wer trägt bei Unfällen die Verantwortung? Wird es mit autonomen Fahrzeugen noch Staus geben? Verändern sich unsere Städte durch autonome Fahrzeuge?

Autonome Mobilität in all ihren gesellschaftsrelevanten Facetten werde auch für Kommunen ein vielseitig zu diskutierendes Thema werden. Dabei solle man sich, angesichts der oftmals rasanten technischen Entwicklung, bewusst sein: Niemand wisse, wie morgen die Welt sei! Dies nahmen die rund 90 kommunalen Vertreter als eine zentrale Botschaft des Abends aus Aying mit nach Hause.
Ulrich Rozehnal
Ulrich Rozehnal
Leiter Kommunalkundenbetreuung

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