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Die erste eigene Wohnung – Teil 3: Umzug und laufende Kosten

Die Aufregung steigt und dann ist er da – der Tag des Umzugs. Wir haben in Teil 3 unserer Serie rund um die erste eigene Wohnung für euch ein paar wertvolle Tipps zusammengetragen, damit ihr gut vorbereitet in euren neuen Lebensabschnitt startet.

Umzug

Wenn ihr das erste Mal nach der Schlüsselübergabe in euer neues Zuhause kommt, solltet ihr zwei Dinge mindestens dabeihaben: Toilettenpapier und Licht. In einer leeren Wohnung fehlt es an allem, aber einige Sachen sind dringender als andere.

Lampen habt ihr vielleicht noch gar keine gekauft. Das muss jetzt auch nicht sein, aber Licht braucht ihr auf jeden Fall. Also nehmt beim ersten Gang in die neue Wohnung für jeden Raum eine (LED-)Glühbirne und eine Fassung mit.

Denkt als nächstes daran, Putzsachen mitzunehmen. Wohnungen müssen zwar in der Regel sauber übergeben werden, doch ihr wisst nicht, wie viel Zeit eurem Vormieter beim Auszug zum Saubermachen zur Verfügung stand.

Beim Umzug selbst braucht ihr auf jeden Fall Verstärkung. Wer Pizza und etwas zu trinken für seine Helfer in Aussicht stellt, ist selten allein. Wichtig für eure Helfer ist aber, dass ihr wisst, wo was hin soll. Beschriftet dafür eure Umzugskisten und macht euch vorher einen Plan, wie die Möbel stehen sollen.

Damit ihr das Auto oder den gemieteten Transporter direkt vor der Tür abstellen und entladen könnt, müsst ihr rechtzeitig im Internet ein vorübergehendes Halteverbot vor der Haustür beantragen. So habt ihr dann eine freie Anfahrtszone! Bei den Mietkosten für Transporter gibt es große Unterschiede. Wenn es sich einrichten lässt, plant den Umzug für einen Wochentag, das macht es günstiger.

Miete, Kaution & Nebenkosten

Zwei bis drei Monatskaltmieten an Kaution wollen die meisten Vermieter hinterlegt sehen. Ihr zahlt sie vor Einzug an den Vermieter oder überweist sie auf ein Kautionskonto. Die Kaution dient dem Vermieter als Sicherheit. Sollten Schäden an der Wohnung entstehen, kann ein Teil von ihr einbehalten werden.

Für die Miete richtet ihr bei eurer Bank einen Dauerauftrag ein. Den Betrag jeden Monat selbst zu überweisen, ist viel zu riskant. Früher oder später kommt mal etwas dazwischen und die Miete ist zu spät beim Vermieter. Beim ersten Mal wird sich kaum jemand beschweren, aber wenn das öfter vorkommt, ist Ärger vorprogrammiert.

Sorgt auch dafür, dass euer Konto immer ausreichend gedeckt ist. Im Studentenleben oder während der ersten Lehrjahre ist das Geld oft knapp, der Lebensunterhalt aber deshalb nicht günstiger. Behaltet euren Kontostand also im Auge und bittet im Notfall rechtzeitig, bevor die nächste Miete ansteht, Verwandte oder Freunde um Hilfe. Das ist unangenehm, aber besser, als die Miete nicht zahlen zu können. Mit dem Betrag für die Miete ist das Thema Fixkosten aber noch lange nicht erledigt.

Auf die Jahresabrechnung eures Stromanbieters zahlt ihr einen monatlichen Abschlag, der sich an dem vermuteten Verbrauch orientiert. Der Stromverbrauch eines Einpersonenhaushalts sollte zwischen 1.500 und 1.900 Kilowattstunden im Jahr liegen. Damit kommt ihr auf eine Abschlagszahlung von 40 bis 70 Euro im Monat. Kosten für Heizung und Wasser sind in der Warmmiete enthalten. Auch hier wird vorher der voraussichtliche Verbrauch festgelegt und je nachdem, ob ihr am Ende darunter oder darüber liegt, bekommt ihr Geld aus euren Nebenkosten zurück oder müsst vielleicht sogar noch etwas nachzahlen.

Was ihr außerdem noch extra einkalkulieren müsst, sind die Kosten für Internet. Zwischen 15 und 50 Euro, je nach Geschwindigkeit und Anbieter, sind jeden Monat fällig. Denkt frühzeitig, am besten vor dem Umzug, daran, euch um einen neuen Anschluss oder die Übernahme des Vertrags von eurem Vormieter zu kümmern, sonst sitzt ihr unter Umständen wochenlang ohne Internet da.

Rundfunkbeitrag

Ob Internetradio, Nachrichten auf dem Smartphone oder auf dem Fernseher die Lieblingsserie: Egal, was ihr täglich macht ¬ die Medien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks begleiten euch durch den Tag. Daher sollten diese nicht unerwähnt bleiben, denn das geht auch ins Geld.

Bei Personen ab 18 Jahren heißt es: eine eigene Wohnung – ein Beitrag. Und dieser ist nicht billig. Pro Wohnung verlangt der Staat 17,50 Euro im Monat. Wohnen jedoch mehrere Personen in diesem Haushalt, beispielsweise in einer Wohngemeinschaft, zahlt nur eine Person diesen Beitrag.

Versicherungen

Neben Miete und Nebenkosten solltet ihr noch einen weiteren Teil an regelmäßigen Ausgaben einplanen für wirklich notwendige Versicherungen. Diesen Betrag könnt ihr jährlich oder monatlich zahlen, wobei ihr euch bei einer jährlichen Zahlung ein paar Euros sparen könnt. Und den Betrag müsst ihr zum entsprechenden Datum fest einplanen.

Was ihr in jedem Fall braucht, ist eine Haftpflichtversicherung. Wird durch einen Vorfall in eurer Wohnung, zum Beispiel bei einem Wasserschaden oder einem Feuer, jemand geschädigt, seid ihr zur Haftung verpflichtet. So ein Schaden geht schnell in die Tausende oder sogar Zehntausende. Für diesen Fall solltet ihr unbedingt abgesichert sein. Die Kosten für eine gute Haftpflichtversicherung starten ab 40 Euro im Jahr.

Der Einzug in die erste eigene Wohnung macht oft auch eine Hausratversicherung sinnvoll. Je nachdem, wie wertvoll euer Besitz ist, solltet ihr darüber nachdenken. Laptops, Fernseher, Kühlschränke oder Waschmaschinen sind damit gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser oder Sturm/Hagel sowie bei Einbruchdiebstahl und Raub versichert. Viele Hausratversicherungen bieten außerdem einen Fahrraddiebstahlschutz und decken zusätzlich Vandalismusschäden ab.

Der Alltag in der ersten eigenen Wohnung

Wenn sich die Eltern ankündigen, bricht die Panik aus, denn die Zeit reicht nicht für Aufräumen und Putzen! Das muss nicht sein. Wer nicht bis zum Eintreten des Notfalls oder bis zum Frühjahrsputz wartet, hat es leichter. Es gibt eine Reihenfolge, die ihr regelmäßig einhalten solltet: Aufräumen -> Staub wischen -> Saugen -> Boden wischen.

Aufräumen lässt es sich auch täglich mit ein paar wenigen Handgriffen. So entsteht erst gar kein Chaos! Und ihr erhaltet eine Grundordnung aufrecht, die das Putzen erleichtert.

So – und nun könnt ihr eure erste eigene Wohnung in vollen Zügen und jeden Tag genießen. Denn ein eigenes Zuhause bedeutet einen neuen, ganz besonderen Lebensabschnitt.

Wer die Wohnungssuche noch vor sich hat, dem empfehlen wir unsere weiteren Artikel aus der Serie „Die erste eigene Wohnung“:

Andreas Schwabe
Andreas Schwabe
Immobiliencenter München

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