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Biodiversität in Bayern

Biodiversität in Bayern
Rubrik: Tipp
04.05.2018
Rubrik: Tipp
04.05.2018
Viele Lebewesen findet man innerhalb Deutschlands nur ganz im Süden. Hier bei uns in Bayern. Das berühmteste Beispiel ist sicher das Edelweiß, eine ganz besondere Pflanzenart. In den bayerischen Alpen zu finden, schmückt es als Stickerei Dirndl, Trachtenschmuck und vieles mehr, was dem Bayer lieb und teuer ist.

Aber auch im Tierreich gibt es so manchen beliebten Kandidaten, der sich hierzulande wohler fühlt als im Norden. Possierliche Nager wie Otter und Biber leben in den Flüssen, Bächen und Seen rund um München. Und auch so manche Reptilienform, wie die Zauneidechse, findet ihren Lebensraum und ihren Platz in der Nahrungskette in unseren Wäldern.

Sie alle leben hier, weil die Bedingungen genau richtig sind für sie. Doch dabei handelt es sich um ein empfindliches Gleichgewicht, das, wie andere Ökosysteme rund um den ganzen Globus, bedroht ist. Wenn die Basis der Nahrungskette, also die kleinsten Lebewesen, gefährdet ist, kann es weiter oben in der Nahrungskette zu gefährlichen Verschiebungen kommen.

Biodiversität und Wirtschaftswachstum - funktioniert das?
Durch den Straßenbau in Bayern und die daraus resultierende Feinstaubbelastung sowie durch das stetige Verbauen von Frischluftschneisen lässt sich in den letzten Jahren ein dramatisches Insektensterben bei uns beobachten.

Aber es besteht Hoffnung. So gibt es seit einigen Jahren vielversprechende Bemühungen, das Insektensterben aufzuhalten. Ein Mittel sind sogenannte Blühwiesen, von denen man schon einige im Landkreis rund um München finden kann. Dort entsteht eine neue Lebensgrundlage für Insekten wie Bienen und andere Bestäuber.

Weil das nicht nur die Biodiversität im Ganzen, sondern auch wiederum den Ertrag der Landwirte selbst auf lange Sicht verbessert, gibt es hier inzwischen breit aufgelegte Förderprogramme. Das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm gewährt Zugang zu staatlichen Fördermitteln für die Schaffung von Blühstreifen. Das bedeutet: Landwirte die Zwischengrün anlegen, erhalten beachtliche Ausgleiche, sodass sie in zweierlei Hinsicht profitieren; durch die Zuschüsse einerseits und durch Ertragssteigerungen aufgrund erhöhter Bestände an bestäubenden Insekten andererseits.

Was kann ich als Privatperson zur Biodiversität beitragen?
Die Wanderrouten der Region sind beliebte Ausflugsziele. Der Erholungswert steht hier aber nicht alleine im Vordergrund. Wer dem Nachwuchs frühestmöglich die Schönheit der Natur und die Bedeutung der Artenvielfalt nahebringt, der leistet wohl den wichtigsten eigenen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. Denn nur, wenn das Bewusstsein um die Fragilität unserer Ökosysteme gestärkt wird, haben künftige Generationen eine Chance, sinnvoll zu handeln.

Doch auch zu Hause können wir einen Beitrag leisten, der uns selbst zusätzlich bereichert: Im eigenen Garten einen Teich anlegen und die Wiese mit einer gesunden Auswahl an Blumen ergänzen, statt sich mit akkurat geschnittenem Rasen zu begnügen. Dies bietet auf Anhieb einem Vielfachen an Insektenarten einen Lebensraum. Wer keinen Garten hat, kann Blumenkästen am Balkon anbringen und somit die Artenvielfalt und den natürlichen Lebensraum der Insekten unterstützen.

Zu guter Letzt kann ein kritischer Blick beim Einkaufen die heimische Natur unterstützen. Wie wäre es mit Saft aus Streuobst? Am besten gleich vom nächstgelegenen Bauern Obst und Obstsäfte aus der Region kaufen. Hier helfen Sie ebenso der Natur und ganz nebenbei ist das wohl die gesündeste Alternative auf dem Einkaufszettel!

Übrigens, im Landkreis Ebersberg ist heuer das Jahr der Biene. Ebersberger Schüler widmen sich dem fleißigen Flug-Volk in ihrem P-Seminar. Mehr dazu lesen Sie hier.
Kerstin Brehm
Kerstin Brehm
Social Media Managerin

3 Comments

  1. Kerstin Brehm Franz Mauritz sagt:

    Hallo, schön das zu lesen. Dann bin ich kein “Einzelkämpfer”. Ich VERSUCHE in Unterföhring eine Streuobstwiese nicht nur zu gründen, sondern am Leben zu erhalten. Ca. 80 Wildobst, Wildbeeren und Wildfrüchtebüsche bzw. Bäume und dazu noch 60 Obstbäume, davon sind die meisten zwischen 5 und 10 Meter hoch. Das deswegen, damit Sie sehen, kein “Anfang”. Nun wollte ich wegen Wildverbiß, Diebstahl sowie Sachbeschädigung einen Wildzaun genehmigt erhalten. Dagegen ist der Jagdpächter. Und nun habe ich den Salat, einen Rechtsstreit. Erfahrung damit? Wenn nicht, ich kämpfe das schon durch. Weil der Jagdpächter ca. 300 m weiter eine Jagdhütte genehmigen läßt, zur “Wildfütterung”. Ich suche einen Imker, der seine Bienen transportiert, auch stationär wollte ich einen. Ich bin bisher nicht fündig geworden. Es handelt sich um keine Hektar – aber immerhin um 3.600 m”.

    Danke und beste Grüße
    F. Mauritz

    • Hallo Herr Mauritz,
      das hört sich nach einem echten Paradies für Bienen & Co. – wie schön zu lesen! Was die Rechtsfrage angeht können wir leider wirklich nicht helfen. Aber wir wünschen Ihnen einen guten Ausgang für alle Beteiligten und viel Glück bei der Imkersuche.

      Viele Grüße,
      Ihre Kreissparkasse

  2. Kerstin Brehm R . Geisberger sagt:

    Bin total begeistert über die Blog`s der Kreissparkasse . Besonders beeindruckend find ich die Artikel über Bienen und Biodiversität !
    Aber auch das Gautrachtenfest in Baierbrunn mit dem tollen Blasmusik Programm würde mir gefallen .

    Leider ist es nicht in Kirchseeon !

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