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Staat stärkt die Betriebsrente

Rente_bAV
Rubrik: Finanzen
06.04.2018
Rubrik: Finanzen
06.04.2018
Neuer Schwung für die Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Lange wurde die Reform diskutiert, nun ist sie da. Seit dem 1. Januar gilt das Betriebsrentenstärkungsgesetz, das sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmer viele neue Anreize bringt. „Die staatliche Förderung wird noch attraktiver, gleichzeitig erleichtert die Reform in vielen Bereichen die Umsetzung“, sagt Alexander Joppa aus der Firmenkundenberatung der Kreissparkasse. Ziel des Gesetzgebers ist es, die Betriebsrente als wichtige Säule der Altersvorsorge zu stärken und noch sicherer zu machen. Es lohnt sich für alle Beteiligten. „Firmen können mit dem Angebot einer bAV leichter Mitarbeiter gewinnen und an das Unternehmen binden. Arbeitnehmer können durch die steuerliche Förderung jetzt noch rentabler für den Ruhestand vorsorgen“, sagt Alexander Joppa.

Mehr Geld vom Staat
Der Fiskus hilft mit einer ganzen Reihe verbesserter Rahmenbedingungen. Zu den Anreizen gehören insbesondere die folgenden Neuerungen:

  • Der steuerfreie Höchstbetrag steigt um vier Prozent: Für Zahlungen in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds sind nun acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei. In 2018 beispielsweise können Beschäftigte mit dieser Entgeltumwandlung bis zu 6.240 Euro steuerfrei in die bAV einzahlen.
  • Befreit von der Sozialversicherung bleiben bei einer Entgeltumwandlung maximal vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. In 2018 sind das also bis zu 3.120 Euro.
  • Arbeitgeberzuschuss: Soweit der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge einspart, muss er diese Ersparnis ab 2019 in Form einer Pauschale von 15 Prozent des Umwandlungsbeitrags an die Versorgungseinrichtung seines Beschäftigten weiterleiten.
  • Förderung für den Niedriglohnsektor: Zahlt der Arbeitgeber für Beschäftigte mit bis zu 2.200 Euro Bruttomonatsgehalt mindestens 240 Euro bis maximal 480 Euro pro Kalenderjahr in eine bAV ein, ist dieser Betrag für den Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei. Und auch der Arbeitgeber profitiert, denn er erhält eine staatliche Förderung von 30 Prozent des aufgewendeten Beitrags.
  • Höhere Riester-Zulage: Wer Riester-Verträge für die bAV nutzt, erhält jetzt eine Grundzulage von jährlich 175 Euro statt bisher 154 Euro. Außerdem fallen für die aus Riester-Verträgen erhaltenen Zahlungen in der Rentenphase keine Sozialversicherungsbeiträge mehr an. Damit entfällt die sogenannte Doppelverbeitragung.
Anreize für Unternehmen
Arbeitgeber können jetzt leichter als bisher eine Altersvorsorge im Betrieb umsetzen. Die Experten der Kreissparkasse zeigen Ihnen gerne die Möglichkeiten, die am besten zu Ihrem Betrieb passen und unterstützen Sie bei der Umsetzung. Die Reform ist ein guter Anlass, bestehende Formen der bAV noch einmal auf den Prüfstand zu stellen oder über die Einführung nachzudenken. Gründe dafür sind unter anderem:

  • Motivation fördern: Sie setzen mit der bAV Ihren Fürsorgegedanken als Unternehmer um und geben der Wertschätzung Ihrer Mitarbeiter Ausdruck.
  • Leichter umsetzen: Tarifvertragsparteien können künftig das „Opting-out-Modell“ tarifvertraglich vereinbaren. Das heißt: Ab einem bestimmten Zeitpunkt – zum Beispiel nach Ende der Probezeit – werden alle Beschäftigten automatisch zur Entgeltumwandlung angemeldet. Nur wer aktiv und ausdrücklich widerspricht, nimmt nicht teil. In der Praxis eignet sich Opting-out besonders für neu eingestellte Mitarbeiter, aber auch für neu verfasste Arbeitsverträge, zum Beispiel im Rahmen einer Beförderung.
Denken Sie aber bitte auch daran, dass die Reform neue Pflichten für Sie als Unternehmer mit sich bringt. Ihr Berater sagt Ihnen gerne, worauf Sie achten sollten.

Und für Arbeitnehmer? – Einfach mal mit dem Chef reden
Arbeitnehmern eröffnet sich jetzt die Chance, mit relativ geringem Kapitaleinsatz eine noch attraktivere Betriebsrente aufzubauen. Sie können künftig sogar mit höheren Arbeitgeberzuschüssen rechnen als bisher. Viele Firmen helfen schon jetzt mit freiwilligen Zuzahlungen. Auch wenn Sie im Alter möglicherweise einmal auf Grundsicherung angewiesen sind, lohnt es sich, betrieblich vorzusorgen. Denn künftig wird eine Zusatzrente von bis zu 208 Euro nicht auf die Grundsicherung angerechnet.
Janet Wolf
Janet Wolf
Marketing / Vertriebssteuerung Firmenkunden

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