Eine gute Ausbildung ist die Basis für ein finanziell unabhängiges Leben in der Zukunft. Leider verdienen Studenten und Azubis oft nicht genug Geld, um davon selbstständig leben zu können. Mit diesen Möglichkeiten kannst du dir finanzielle Unterstützung sichern.

Unterstützung der Eltern und Kindergeld

Die Ausbildung beginnt, und du verdienst sehr wenig? Dann sind deine Eltern noch finanziell für dich verantwortlich. Bevor der Staat aushilft, müssen sie dich unterstützen. Dafür bekommen sie während deiner Ausbildung oder deines Studiums und bis zum 25. Lebensjahr vom Staat Kindergeld. Vielleicht kannst du dieses Kindergeld nutzen, um eine kleine Wohnung zu mieten und selbstständig zu sein.

Hilfe vom Staat

Reicht das Geld nicht, kannst du unter Umständen auch Hilfe vom Staat beantragen. Musst du zum Beispiel umziehen, weil du keinen Ausbildungsplatz in der Nähe der Wohnung deiner Eltern gefunden hast, kannst du Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Die Arbeitsagentur hat dafür einen Rechner ins Internet gestellt.

Eventuell kannst auch Wohngeld beantragen. Zuständig ist die Wohngeldstelle deines Landkreises oder deiner Stadt. Sie überprüft, ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht. Das hängt von drei Faktoren ab: von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, von der Höhe des Gesamteinkommens und von der Höhe der Miete beziehungsweise der finanziellen Belastung.

BAföG für eine gute Ausbildung

Wenn das Einkommen der Eltern nicht ausreicht, um ein Studium oder eine schulische Ausbildung, die deinen Neigungen und Talenten entspricht, zu ermöglichen, springt das BAföG ein. Wer beispielsweise in der Abendschule seinen Schulabschluss macht, an einer Berufsfachschule lernt oder an einer Hochschule studiert, kann seinen Anspruch auf BAföG prüfen.

Diese staatliche Unterstützung beantragst du beim Amt für Ausbildungsförderung oder beim Studentenwerk. Damit will die Bundesregierung sicherstellen, dass alle Jugendlichen in Deutschland eine gute Ausbildung bekommen – unabhängig davon, ob die Eltern ausreichend Geld dafür haben oder nicht. Einen Teil der bezogenen Leistungen musst du in der Regel später wieder zurückzahlen.

Tipp: Die Bundesregierung hat jüngst eine BAföG-Reform beschlossen. Damit soll die Zahl der Empfänger wieder erhöht werden. Wenn du bislang keinen Anspruch auf BAföG hattest, lohnt es sich also nachzuprüfen, ob du von der Neuregelung profitierst.

Alternative: Bildungskredit

Unabhängig vom eigenen Einkommen oder dem deiner Eltern kannst du einen Antrag auf einen Bildungskredit bei der KfW stellen. Damit lässt sich beispielsweise ein Praktikum im In- oder Ausland finanzieren, aber auch ein Studium für einen Teil der Studienzeit. Die Auszahlung des Kredits erhältst du in monatlichen Raten über maximal zwei Jahre. Den Kredit zahlst du später ebenfalls in Raten zurück.

Unterstützung für Auslandsaufenthalte

Stichwort Ausland: Möchtest du als Azubi oder während des Studiums internationale Erfahrungen sammeln, kannst du hierfür ein spezielles Auslands-BAföG beantragen. Daneben gibt es aber auch verschiedene öffentliche und private Förderprogramme (Stipendien), die dir finanziell unter die Arme greifen können und um die du dich in der Regel frühzeitig vor dem geplanten Aufenthalt bewerben solltest.

Weitere Informationen rund um die Finanzierung von Ausbildung und Studium findest du hier.