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Ausbildungsbeginn: Eure Rechte, eure Pflichten

Der erste Teil unserer Serie zur Ausbildung drehte sich um den idealen Ausbildungsberuf. Im zweiten Teil haben wir euch gezeigt, wie ihr das ideale Unternehmen für eure Ausbildung findet und euch bewerbt. Hier erfahrt ihr nun mehr über das, was ihr in der Ausbildung tun dürft – und was ihr müsst.

Es ist so weit: Die Ausbildung beginnt, ihr verdient das erste Geld. Mit Beginn der Ausbildung startet ihr in ein neues Leben. Jetzt gelten andere Regeln als noch in der Schule. Damit ihr erfolgreich eure Ausbildung abschließen könnt, solltet ihr eure Rechte kennen – aber auch die Pflichten.

Was zu euren Rechten gehört

  1. Ganz wichtig: Ihr habt Anspruch auf einen Arbeitsvertrag. Dort ist die Grundlage für die Zusammenarbeit geregelt. Hier steht zum Beispiel, was von euch erwartet wird, wie viel Urlaub und welcher Lohn euch zustehen und welche Kündigungsfristen gelten. Außerdem findet ihr hier Informationen zu euren Arbeitszeiten. Seid ihr noch minderjährig, gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz. Überprüft, ob die Angaben im Arbeitsvertrag richtig sind.
  2. Wer arbeitet, bekommt auch Geld. Die Höhe des Lohns ist im Arbeitsvertrag geregelt. Zusätzlich habt ihr einen Anspruch darauf, dass das Geld rechtzeitig überwiesen wird. Falls niemand nach eurer Kontoverbindung fragt, solltet ihr deswegen selbst auf euren Ausbildungsleiter oder den Personalverantwortlichen zugehen.
  3. Ihr seid in der Ausbildung, das heißt: Ihr lernt noch. Ihr habt ein Recht darauf, dass der Ausbildungsbetrieb euch freistellt, damit ihr zur Berufsschule gehen könnt. Außerdem lernt ihr im Betrieb natürlich das praktische Handwerk.
  4. Am Ende deiner Ausbildung habt ihr Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis. Dort steht unter anderem, was ihr könnt, aber auch, wie gut ihr arbeitet und wie ihr euch gegenüber Kunden und Kollegen verhaltet. Außerdem dürft ihr – bei einer Ausbildung im Handwerk – euer Gesellenstück, das ihr am Ende der Ausbildung fertigt, behalten.
Wenn es in der Ausbildung nicht rundläuft, solltet ihr so früh wie möglich mit jemandem darüber reden. Das kann ein Vertrauenslehrer an der Berufsschule sein, ein Betriebsratsmitglied, die Gewerkschaft oder euer Ausbildungsleiter. Ihn solltet ihr direkt zu Beginn der Ausbildung auch fragen, was man von euch erwartet.

Das wird von Euch erwartet

  1. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis müsst ihr lernen wollen und die Aufgaben, die man euch stellt, übernehmen und ausführen. Dazu gehört natürlich auch, dass ihr zur Berufsschule geht. Ihr müsst eure Ausbildung übrigens dokumentieren. Macht das regelmäßig, damit ihr nichts Wichtiges vergesst.
  2. In jedem Betrieb gibt es eine Ordnung, die regelt, wie man sich am Arbeitsplatz zu verhalten hat. Frag danach, wenn sie euch niemand zu Beginn der Ausbildung überreicht.
  3. Werkzeug und Arbeitsmaterial gehören nicht euch. Ihr müsst es darum so behandeln, als ob es geliehen wäre, also sorgsam.
  4. Wenn ihr krank seid, müsst ihr ein Attest des Arztes vorlegen. Ab wann diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gebraucht wird, steht in der Regel im Arbeitsvertrag oder es gibt unternehmensspezifische Regelungen. Außerdem regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz, dass es Pflichtuntersuchungen gibt. Ihr müsst daran teilnehmen, wenn ihr minderjährig seid.
  5. Was im Betrieb ist, bleibt im Betrieb. Das gilt für Geschäftsabläufe und -geheimnisse oder Informationen, die ihr über die Kunden bekommt. Überlegt gut, mit wem ihr über was redet – vor allem außerhalb des Betriebs.
Natalie Dagåhs
Natalie Dagåhs
Ausbilderin

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